Hochparterre im April 2026

Hochparterre im Mai 2026

Die Rettung der Villa Langmatt in Baden, ein Nachruf auf Esther und Rudolf Guyer, das neue Ausbildungsangebot in Landschaftsarchitektur – das und mehr lesen Sie in der aktuelle Ausgabe von Hochparterre.

Das sind Hochparterres grossen Geschichten im Mai 2026:

Abschied von der Mosaiklogik
Die Bedeutung der Parzelle in der zeitgemässen Raumplanung

Monument des befreiten Wohnens
Eine Neubetrachtung der Wohnanlage ‹Les Schtroumpfs› in Genf

Grüne Grafik
‹New Graphic Standard›: das Handbuch zweier Basler Grafikerinnen

Kühn und feinfühlig
Das Museum Villa Langmatt in Baden ist saniert

Plastisch, räumlich, eigen
Leben und Wirken der Architekt*innen Esther und Rudolf Guyer

Das Terrain neu abstecken
Das Ausbildungsangebot im Bereich Landschaftsarchitektur wächst

Triumph des Holzes
Ein grosses Stadion in einer Kleinstadt in Vorarlberg

 

Editorial
Spektakuläre Rettung
Vor drei Jahren sorgte ein kleines Museum in Baden international für Schlagzeilen. Die Villa Langmatt, einst von Karl Moser für die Industriellenfamilie Brown erbaut, beherbergt die wohl beeindruckendste Schweizer Privatsammlung von Kunstwerken des französischen Impressionismus. Doch die 120-jährige Bausubstanz des heutigen Museums bröckelte zusehends, und die finanzielle Schieflage der Stiftung Langmatt brachte den Erhalt von Haus und Sammlung ins Wanken. Die Stiftung musste schnell neues Geld auftreiben – oder das Museum schliessen. Also entschied man sich für eine gewagte Rettungsaktion. Die öffentliche Hand übernahm mit beachtlichem Rückhalt aus der Bevölkerung den Grossteil der Sanierungskosten. Doch um den Museumsbetrieb langfristig zu sichern, waren weitere 40 Millionen Franken nötig. Der Befreiungsschlag gelang mit dem Verkauf dreier Gemälde von Paul Cézanne – ein aufsehenerregendes Manöver, das Medien und Fachkreise teils harsch kritisierten.

Diesen Monat feiert das Museum Langmatt nach einjähriger Bauzeit Wiedereröffnung. Kurz vor der Fertigstellung hat Hochparterre die Villa besucht. Das Fazit: Die Rettung ist geglückt! Deborah Fehlmann und Anna Raymann

close