Buchcover «Die Landesverteidigung. Eine Beschreibung des Schweizerzustandes»

Rezension unseres Buches «Die Landesverteidigung» in der NZZ

Die Neue Zürcher Zeitung rezensiert Benedikt Loderers neues Buch und meint: Die Lektüre lohnt sich.

Das neue Buch des Stadtwanderers «Die Landesverteidigung. Eine Beschreibung des Schweizerzustandes» zeige «Widersprüche und Zusammenhänge auf, die unbequem sind und deshalb in einschlägigen Diskussionen oft ausgeblendet werden», schreibt die NZZ in ihrer Ausgabe vom 5.11.2012. Loderer beschränke sich argumentativ nicht auf die Problematik des Ressourcenverbrauchs, die aus der Lebensform mit Einfamilienhaus samt Auto resultiert, so der Autor Paul Schneeberger, sondern geissle das von «Alpenwahn» und «Bauernglauben» geprägte nationale Selbstverständnis im Kontrast zu den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Realitäten unserer Zeit.

Selbstverständlich teilen nicht alle die Argumentation des Stadtwanderers: «Das Problem der Schweiz ist die ungebremste Masseneinwanderung, nicht der Unwille der «Hüsler», in einer Sardinenbüchse leben zu wollen.», so ein Online-Kommentar zum Beitrag.

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Kommentare

Rennie Wyss 15.11.2012 16:10
Loderer legt den Finger gerne auf wunde Stellen in unserem Lande, und das tut natürlich weh. Allerdings wendet er sich zu einseitig gegen den Bau von freistehenden Häuschen, die am Ende in der Tat oft weniger Wohnqualität bringen als Reihenhäuser oder gut gestaltete Wohnblöcke. Was fehlt, ist eine Kritik an der stetigen Ausweitung der Volkswirtschaft, oft auf Kosten der Qualität. Diese bringt nicht nur Zuwanderung, sondern macht die Lösung unserer Energieversorgung von Kernkraftwerken auf jeden Fall noch schwieriger als sie schon ist. Außerdem gehen wir mit unbegründeter Selbstverständlichkeit davon aus, dass wir unseren Bedarf an Lebensmitteln weiterhin günstig aus dem Ausland einführen können. Nur ein Beispiel: Es hat keinen Sinn, dass in der Schweiz so viel Mastvieh gehalten wird, dass mehr als die Hälfte des Futters eingeführt werden muss und als Folge überdimensionierte Schlachthöfe und Schlachtverwertungsbetriebe gebaut werden, die auf den Straßen zusätzlichen Güterverkehr verursachen. Auch der Bau von Einkaufsparadiesen außerhalb der Städte ist widersinnig: Diese Einkaufsmeilen liegen in der Regel an Autobahnen, die seinerzeit gebaut worden sind, um den Verkehr flüssig zu gestalten. Bald ertönt der Ruf nach neuen Straßen... Die hemmungslose Industrialisierung und Verstraßung sind ebenso schlimm wie die Verhäuselung, ja sie haben letztere überhaupt erst ermöglicht. Loderers Forderung kommt eigentlich vierzig Jahre zu spät. Immerhin hat der Widerstand gegen diese Entwicklung in den letzten Jahren zugenommen: Bei uns im Bipperamt wehren wir uns gegen die weitere Belastung durch Industrie und Gewerbe, inkl. Logistik, und setzen uns für die Erhaltung der Landschaft ein. http://bipperamt.ch
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