Das Oktoberheft im Video.

Hochparterre im Oktober 2020

Das Oktoberheft von Hochparterre dreht sich um grosse Würfe. Lesen Sie unter anderem über den Stadtstrand in Genf, das Planungsdebakel ‹Innovationspark› in Dübendorf oder 50 Jahre Shop-Ville am HB Zürich.

Im Oktober geht es im Hochparterre um den Massstab XL. Genf schafft sich eine Halbinsel: 100 000 Kubikmeter Aushubmaterial hat die Stadt am Ufer des Genfersees aufgeschüttet, um einen frei zugänglichen Sand- und Kiesstrand zu gestalten. Hinter der Plage des Eaux-Vives stehen komplexe Abhängigkeiten, wie Silke Schmeing in ihrem Artikel dazu berichtet. All das hinderte die Landschaftsarchitekten vom Atelier Descombes Rampini nicht, an ihrer grossen und klaren Idee festzuhalten.

Überfliegende Pläne hat auch der Kanton Zürich, der auf dem ehemaligen Militärflugplatz Dübendorf einen siebzig Hektar umfassenden ‹Innovationspark› anlegen will. Doch der 489 Seiten dicke Gestaltungsplan stürzte beim Zürcher Verwaltungsgericht ab. Rahel Marti rollt die planungstechnischen und juristischen Fragen dahinter auf und ergründet, wie es zur Bruchlandung kommen konnte.

Das Shop-Ville unter dem Zürcher Bahnhofplatz zeugt von der Aufbruchstimmung der 1970er-Jahre, als man die Stadt autogerecht umbaute. Die Zeiten haben sich geändert. Doch der Platz über der unterirdischen Einkaufspassage ist eine Verkehrswüste geblieben, wie Werner Huber erklärt. Ein Wurf wäre gefragt – so wie ihn Genf beim Bahnhof plant, wo die Autos bis 2030 verschwinden sollen. Die Zwinglistadt könnte ein paar Dinge von der Calvinstadt lernen. In diesem Sinne wünsche ich eine horizonterweiternde Lektüre.

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