Die Diskussionsteilnehmer

Des Architekten Freud und Leid

Das «Atelier U-30» an der Zentralstrasse 131 in Zürich läuft weiter: Am Mittwochabend debattierten fünf junge ArchitektInnen über den Architekturwettbewerb.

Warum macht man Wettbewerbe? Warum nicht? Wohl in keinem anderen Metier – und man sollte hinzufügen: auch in keinem anderen Land – geniesst das Wettbewerbsverfahren einen vergleichbaren Stellenwert wie in der Schweizer Architektur. Die Vorteile, die der Wettbewerb gerade jungen Architekten bringt, möchte man nicht in Zweifel ziehen: zumindest das offene Verfahren bietet dem unbekannten Architekturbüro immer wieder Chancen, die ihm anderweitig verwehrt bleiben würden. Dennoch reizt das Thema zur Kontroverse: Welche Projekte gewinnen eigentlich - und aus welchem Grund? Wieviel zählt in einer Jurierung die architektonische Qualität – wieviel das Geld, die Normen, der Brand, die Politik? Welche Zugeständnisse ist man bereit zu machen, welche nicht? Und lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt? Zu diesen Themen diskutierten unter der Leitung des «U-30»-Redaktors Simon Gysel die Architekten Marianne Baumgartner und Luca Camponovo, deren junges Büro bereits zwei Wettbewerbe gewinnen konnten, Boris Gusic, der es «erst einmal ohne Wettbewerbe» versuchen will, und Alexander Barina und Mathias Winter aus den Büros von Meier Hug und Made In – reflektiert, passioniert, intelligent. Der Wettbewerb bleibt des Architekten Freud und Leid.

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