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Monster

Die Künstlerin Monster Chetwynd belebt mit ihrer kolossalen Kopfskulptur den ‹Garten der Kunst› des Zürcher Kunsthauses. Das Werk lädt zu einer spielerischen Erkundung ein.

Fotos: Markus Frietsch

Die Künstlerin Monster Chetwynd belebt mit ihrer kolossalen Kopfskulptur den ‹Garten der Kunst› des Zürcher Kunsthauses. Das Werk lädt zu einer spielerischen Erkundung ein.

Allein der Titel des Kunstwerks bringt die Synapsen in Schwingung oder vielmehr ins Schwanken: Wer oder was ist ‹Zardoz›? Um diese Frage beantworten zu können, beginnen wir bei dem, was das Auge sieht. Im Garten des Kunsthauses Zürich, im sogenannten Garten der Kunst, steht seit Anfang September ein überdimensionaler grauer Kopf. Ein ziemlich furchterregender, wohlgemerkt. Sein riesiger bezahnter Mund steht offen, die Augen sind schwarze Löcher – der Chipperfield-Bau wird von einem brüllenden Monster flankiert. Will es uns oder gar den «Tresor», wie das neue Kunsthaus auch schon genannt wurde, angreifen? Nein, es sieht eher so aus, als würde es dem Bauwerk die kalte Schulter zeigen und etwas gelangweilt aus dem Garten auf die Rämistrasse blicken: «Ein Museum, schön, was gibt es sonst noch hier?» Eine Weile wird es noch ausharren müssen an diesem Ort, bestimmt bis 2027, vielleicht auch länger; danach wird der Monsterkopf an die Schweizerische Plastikausstellung in Biel weiterziehen und damit eine Verbindung zwischen den Städten schaffen, zumindest eine imaginäre. Für die Ewigkeit ist die Konstruktion nicht gedacht, an der Pressekonferenz war die Rede von fünf bis zehn Jahren.  ###Media_2### Die Arbeit stammt von der britischen Künstlerin Monster Chetwynd (kein Scherz, den Vornamen gab es schon früher als das Monster ‹Zardoz›). Von Mai bis August hatte sie im Kunsthaus ihre erste grosse institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz. Sie gab Einblick in ihr schräges und zugleich absolut faszinierendes Œuvre, das Performance, Skulptur, Malerei und Film vereint. Chetwynd lebt seit 2020 in der Zwinglistadt, wo sie auch an der Zürcher Hochschule der Künste unterrichtet.  Kunstwerk mit überraschendem Innenleben Dass wir nun eine Arbeit im öffentlichen Raum von ihr bekommen, dürfte nicht nur die Kunstbubble erfreuen. Mit ‹Kunst für Alle›...

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