Die Ethnologin Mandana Rooizpekar leitete das Museum seit 2022. Foto: Michael Rast, Wikimedia Commons

Textilmuseum St.Gallen trennt sich von Direktorin

Mandana Roozpeikar und das Textilmuseum geben überraschend ihre Trennung bekannt – sie verlässt das Haus bereits Ende Januar.

Nach «intensiven Gesprächen» haben sich der Vorstand des Vereins Textilmuseum und dessen Direktorin Mandana Roozpeikar darauf geeinigt, ihr Arbeitsverhältnis Ende Januar zu beenden. Laut Pressemitteilung erfolgt die kurzfristige Trennung «einvernehmlich». Man hätte keine gemeinsame Lösung finden können, um die entstandenen Differenzen aufzulösen, so die Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Über den Inhalt der Differenzen gab der Verein keine Auskunft. Rooizpekar hatte das Amt 2022 mit grossen Plänen zur Modernisierung des Hauses angetreten.

Der Abgang fügt sich ein in eine Reihe von Wechseln an der Museumsspitze: Nach der immerhin sechsjährigen Direktion von Michaela Reichel übernahm 2017 die Kunsthistorikerin Barbara Karl, musste das Amt 2020 aber krankheitsbedingt an den Historiker Stefan Aschwanden abgeben, der dem Haus 18 Monate als Interimsdirektor vorstand. Nach Rooizpekar übernimmt vorläufig Heinrich Christen, Vizepräsident des Vereins und Vorsitzender des Museumsausschusses.

Auf ihn warten grosse Aufgaben: Ein Umbau ist geplant, die Baubewilligung dafür wurde bereits erteilt. Erst im letzten Herbst hatten zuerst das Kantons- und danach das Stadtparlament entsprechend einen Beitrag von insgesamt 20,85 Millionen Franken an die Gesamtkosten von 48 Millionen Franken bewilligt. Die restlichen Gelder will das Museum selber beisteuern, und zwar über Fundraising bei Textilfirmen, Unternehmen aus der Region, Stiftungen oder Privatpersonen.

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