Jedes der Küchentücher referenziert auf ein anderes Bauwerk. Die blauen Fischschuppen referenzieren auf die Romanshorner Fischerhäuser. Entwurf: Jana-Sophia Rehmann; Foto: Yves Roth

Nutzbare Baukultur

Zum 20-Jahr-Jubiläum hat die Stiftung Ferien im Baudenkmal eine Kollaboration mit der Hochschule Luzern wiederbelebt und eine Serie von Küchentüchern neu produzieren lassen.

Bauwerke sind Zeitzeugen, denn in der Regel stehen sie länger als ein Menschenleben dauert. Wir können uns über die gebaute Umwelt mit einer weit zurückliegenden Vergangenheit und mit unserem baukulturellen Erbe verbinden. Diese Zeugenschaft macht Bauten allerdings nicht automatisch zu Baudenkmälern. Es bedarf für dieses Prädikat noch anderer Qualitäten. Diese zu erkennen und zugleich zu schützen, hat sich in der Schweiz die Stiftung Ferien im Baudenkmal zur Aufgabe gemacht. Sie setzt sich für den Erhalt von bauhistorisch wertvollen Gebäuden ein und macht diese als Ferienobjekte für die Öffentlichkeit zugänglich. Dazu gehört, die entsprechenden Domizile wohnlich einzurichten, wobei die Stiftung auch Kollaborationen eingeht. Eine ungewöhnliche Zusammenarbeit entstand vor rund vier Jahren mit dem Studiengang Textildesign der Hochschule Luzern (HSLU). Die Initiative für das Projekt ergriff Marion Becella Neff, die Textilspezialistin ist Dozentin an der HSLU. Aufgrund der Tatsache, dass sich jeweils nicht viele Bachelor-Studierende für das Vertiefungsfach Weben anmelden, konnte sie ein komplexes, aber auch gewinnbringendes Vorhaben umsetzen: «Destination Heritage». Die Idee dafür entstand während des Pandemiejahres 2020, als Becella auf der Suche nach online verfügbarem Recherche-Material war. Dabei liess sie sich von ihrem Faible für Architektur im Alpenraum inspirieren und beauftragte die Studierenden, sich mit einem Umbau von Armando Ruinelli im Bergell auseinanderzusetzen. Da dieses real-fiktive Projekt sehr gut ankam, knüpfte sie im nächsten Schuljahr daran an. Verdichtete Heimat Diesmal bildeten vier Häuser von Ferien im Baudenkmal den Ausgangspunkt für das Entwerfen einer ganzen Textil-Kollektion. Da die vier für das Modul angemeldeten Textildesignerinnen aus unterschiedlichen Kantonen stammten, suchte Becella vier Objekte aus ihrer jeweiligen Heima...
Nutzbare Baukultur

Zum 20-Jahr-Jubiläum hat die Stiftung Ferien im Baudenkmal eine Kollaboration mit der Hochschule Luzern wiederbelebt und eine Serie von Küchentüchern neu produzieren lassen.

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