Bundespreis für Schweizer Matratzen-Startup
Für seine kreislauffähigen Matratzen hat das Startup Ecomade in Berlin den Bundespreis Ecodesign in der Kategorie «Produkt» erhalten.
Rund eine Million Matratzen werden in der Schweiz jährlich entsorgt. Seit 2024 hält das Schweizer Start-up Ecomade mit einer fast vollständig rezyklierbaren Matratze dagegen. Dafür hat Gründer Joel Hügli in Berlin den Bundespreis Ecodesign in Empfang nehmen können. Jurymitglied Ina Bude sagt: «Die Ecomade Matratze überzeugt durch einen ganzheitlich zirkulären Ansatz: verlängerte Lebensdauer, kreislauffähiges Design und ein integriertes Ökosystem für Rücknahme und Recycling.» Dadurch würden nicht nur die Abfallprobleme respektive die Symptome angegangen, sondern auch die Problemursache eliminiert. Wie das Ecomade-Modell funktioniert, berichtet Hochparterre im Beitrag «Massengeschäft».
Rund 380 Bewerbungen sind dieses Jahr in Berlin eingegangen, davon wurden 149 Einreichungen zur Jurysitzung zugelassen. Die interdisziplinäre Jury beurteilte 30 Projekte, aus denen 14 Preisträger*innen prämiert wurden.
Matratzen-Einmaleins
1 Million Matratzen werden in der Schweiz jährlich ersetzt und grösstenteils verbrannt. Internationale Onlinehändler verkaufen schweizweit pro Jahr 150 000 bis 200 000 Exemplare. Durchschnittlich 10 % gehen zurück an die Händler, die meisten der retournierten Matratzen werden direkt entsorgt. 300 000 bis 400 000 der pro Jahr in der Schweiz verkauften Matratzen stammen aus inländischer Produktion. Eine Matratze wird im Durchschnitt nach 10 Jahren ersetzt. 60 bis 70% der hierzulande verkauften Matratzen haben einen Kern aus Polyurethanschaum, bei 25 bis 35% sind es Federn oder ein Feder-Schaum-Mix, bei 5% ist es Latex oder etwas anderes. Quelle: Schätzungen diverser Branchenakteure