Der Blick fällt auf den virtuellen Jet d’Eau. Fotos: ZvG

Zeit messen

In der Kunsthalle der Münchner Fünf Höfe startete die Genfer Uhrenmarke die Wanderausstellung ‹KunstWerkUhr›. An Werkbänken demonstrierten Handwerker zum Teil rar gewordenes Kunsthandwerk wie Gravieren, Emailmalerei, Guillochieren und Steinefassen.

Für den Start ihrer Wanderausstellung ‹KunstWerkUhr› suchte sich die Genfer Uhrenmarke Patek Philippe München aus, genauer gesagt die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in den von Herzog & de Meuron konzipierten Fünf Höfen mitten in der Altstadt. Die Szenografen der Uhrenmarke verwandelten die Ausstellungsräume in Kopien des hauseigenen Museums und Stammhauses in Genf. Darin wurde mit 88 Exponaten die Geschichte der tragbaren Uhr illustriert. Ein grosser, zentraler Raum imitierte die Ambiance im Salon des Hauptsitzes mit seinem Blick auf den Genfersee und den Jet d’Eau. Ein wandfüllendes 24-Stunden-Video sorgte für diese Illusion.Der interessantere Teil der Ausstellung war der aktuellen Kollektion und den mit der Uhrenherstellung verbundenen Kunsthandwerken gewidmet. Für Uhrenfans lag das Besondere darin, dass praktisch die gesamte Kollektion, deren Uhren von 15 000 bis zu mehreren Millionen Franken kosten, an einem Ort versammelt war – gemessen am präsentierten Wert blieben die Sicherheitsvorkehrungen angenehm diskret. Ausserdem konnte man Handwerkern über die Schulter blicken. Sie sassen an Werkbänken und demonstrierten die zum Teil rar gewordenen Kunsthandwerke wie Gravur, Emailmalerei, Guillochieren, Steinefassen und natürlich das Uhrmacherhandwerk. Die Faszination der Arbeit im Millimeterbereich manifestierte sich eindrücklich an den Trauben von Menschen, die sich staunend um die Werkbänke scharten.Dermassen auf das Handwerk fokussiert kamen Elektronik und interaktive Medien spärlich zum szenografischen Einsatz. In einem Raum, in dem Uhren mit mechanischem Läutwerk präsentiert wurden, konnte man sich in ‹Ball Chairs› von Eero Aarnio setzen und anhand einer Animation auf einem iPad sehen und hören, wie so ein Mechanismus funktioniert. Dass die Faszination der mechanischen Kleinuhr ungebrochen ist, illustrierte auch der Ansturm auf die kostenlose...
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In der Kunsthalle der Münchner Fünf Höfe startete die Genfer Uhrenmarke die Wanderausstellung ‹KunstWerkUhr›. An Werkbänken demonstrierten Handwerker zum Teil rar gewordenes Kunsthandwerk wie Gravieren, Emailmalerei, Guillochieren und Steinefassen.

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