‹LED-Safari› ist nicht Produkt, sondern Projekt.

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Kabel, Schalter, Handybatterie, LED, Flasche oder Schatel. Zwei Dollar kosten die fünf Bauteile, die das Start-up ‹LED-Safari› als Alternative zur Kerosinlampe in die Welt tragen möchte.

Die Leuchte kostet zwei US-Dollar und besteht aus fünf Bauteilen: einem Kabel, einem Schalter, einer Handybatterie, einer LED und einer leeren Flasche oder Schachtel, die als Schirm funktioniert. Der EPFL-Student Govinda Upadhyay hat die Leuchte entwickelt, um Menschen, die ohne Elektrizität aufgewachsen sind, Wissen zu vermitteln. Sein Konzept für billige Solarlampen soll ihnen eine Alternative zu Kerosinlampen aufzeigen: «Diese sind weder ökologisch noch gesund und für viele Menschen in der Dritten Welt zu teuer», sagt er. Die zwei bis drei Dollars, die ein Haushalt wöchentlich für Kerosin ausgibt, machen oft bis zu einem Fünftel des Budgets aus. Anders als Projekte wie Oolux, das mit fertigen Stationen kostengünstiges Licht und Strom ermöglicht (siehe Hochparterre 10/13), erklärt Govinda Upadhyay der lokalen Bevölkerung in Workshops, wie sie die Lampe in zwei Stunden selbst bauen können. Die Form suchen sich die Nutzer dabei selbst. Alle entwerfen ihre Exemplare so, wie sie gerade nützlich sind: als Deckenleuchte, für den Tisch, um zu lernen, oder als Stirnlampe. «Wir haben bereits drei Feldprojekte in Indien, Kenia und Tansania durchgeführt», zieht der Initiator Bilanz.Nun hat er, basierend auf der Leuchte, gemeinsam mit seinen Studienkolleginnen Elisa Wepfer und Naomi Savioz sowie mit Vincenzo Capogna in Lausanne das Start-up ‹LED Safari› gegründet: Mit Hilfe von Globetrottern will der gebürtige Inder das Solarlicht um die Welt bringen. Interessierte lernen in einem eintägigen Kurs, wie man eine Solarlampe baut. Auf ihrer Reise geben sie dann ihr erworbenes Wissen im Rahmen eines dreitägigen Kurses weiter: Im ersten Teil geht es um die negativen Auswirkungen von Kerosinlampen und im zweiten um den Bau der Solarlampe. Zudem soll der Kurs die Teilnehmer befähigen, das Gelernte weiterzugeben und herauszufinden, wie die fünf Bauteile lokal beschafft werden ...
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Kabel, Schalter, Handybatterie, LED, Flasche oder Schatel. Zwei Dollar kosten die fünf Bauteile, die das Start-up ‹LED-Safari› als Alternative zur Kerosinlampe in die Welt tragen möchte.

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