Die Tortenbaumaschine, entwickelt unter Anleitung von Sarah Küng und Eva Maria Küpfer Fotos: Sarah Küng

Winterakademie mit Sarah Küng und Eva Maria Küpfer

Was tun während zwei Wochen Sportferien? Winterakademie Gessnerallee, lautet seit drei Jahren die Antwort für nicht-sportliche Eltern von sieben- bis vierzehnjährigen Kindern.

Was tun mit dem Nachwuchs während zwei Wochen Sportferien? Winterakademie Gessnerallee, lautet seit drei Jahren die Antwort für nicht-sportliche Eltern von sieben- bis vierzehnjährigen Kindern. Dieses Jahr lief die Woche unter dem Motto «Fressen und Gefressen werden». In acht Laboren untersuchten die Kinder so vielfältige Phänomene wie Geschichten rund ums Essen, Geisterbahnen, Geräusche, Orte, wo man isst, den Lauf der Dinge, Firmenkulturen, Essrituale oder wie Fernsehen funktioniert. Das Besondere daran: die Labore werden nicht von Theaterpädagogen, sondern von Künstlern, Musikerinnen, Architekten, Schauspielern, Designern, Tänzerinnen geleitet. Von Leuten, die im Schulalltag selten eine Rolle spielen und zeigen können, was man tut, wenn man gestaltet. Was dabei rauskommt? Eine Woche, die die rund hundert Kinder und Jugendliche zum Forschen und Nachfragen animiert und beides mit Gestaltungsfreude verknüpft. Das zumindest war der Eindruck, der an der Schlusspräsentation entstand. Besonders schön: die Arbeit von Labor 5, das von der Tänzerin Eva Maria Küpfer und der Designerin Sarah Küng von Kueng Caputo geleitet wurde. Die Kinder gingen von Fischli/Weiss legendärem Video «Der Lauf der Dinge» aus. Sie formierten sich zu einem Laufband, auf dem eine überdimensionierte Torte entstand. Die Ordnung geriet kräftig durcheinander, bis der Teig zur Torte wurde, am Schluss das schöne Stück aus der Maschine plumpste und alles in kräftigem Puderzucker-Staub aufging.

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