Vitrartek?

Wenn zwei sich mögen: Vitra übernimmt Artek

Heute morgen hat Vitra 100 Prozent der Anteile am finnischen Unternehmen Artek von der schwedischen Finanzgruppe Proventus übernommen. Artek bleibe als separater Geschäftsbereich bestehen, informiert Vitra.

Heute morgen hat Vitra 100 Prozent der Anteile am finnischen Unternehmen Artek von der schwedischen Finanzgruppe Proventus übernommen. Artek bleibe als separater Geschäftsbereich bestehen, informiert Vitra. Synergien, was Produktion, Distribution und Logistik betreffen, werden laut Pressemeldung nun untersucht. Über den Verkaufspreis schweigt man sich aus.

Proventus, eine schwedische Investmentfirma in Familienbesitz, besass seit 1992 eine Mehrheitsbeteiligung an Artek. Interessiert ist Vitra an der Firma, die 1935 von Alvar und Aino Alto, Maire Gullichsen und Nils-Gustav Hohl gegründet wurde, weil sie in ihrem Sortiment eine ganze Reihe von Klassikern hat - von Alvar Aalto, Tapio Wirkkala oder Erno Arnio. 2014 soll der Karuselli-Sessel von Yrjö Kukkapuro neu aufgelegt werden. Zugleich führt Artek die Zusammenarbeit mit Shigeru Ban, Naoto Fukasawa, Harri Koskinen, Enzo Mari oder Tobias Rehberger fort. Die Namen zeigen zur Genüge, weshalb Rolf Fehlbaum an Artek interessiert sein dürfte. Und Artek? Das Unternehmen, das bis zu 60 Prozent seines Umsatzes im eigenen Land macht, dürfte sich auch freuen. Der dritte Eigentümer in der Geschichte der finnischen Firma hat eines bereits bewiesen: Vitra schafft es, Klassiker zu machen und sie international durchzusetzen. 

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