Anhand von Entwürfen für Stoffmuster, Fotos und Modezeichnungen erhält der Besucher einen Einblick in die textile Geschichte der Ostschweiz.

Von Tüftlern und Visionären

Dass es sich bei der textilen Geschichte der Ostschweiz nicht bloss um eine grosse Vergangenheit sondern um die Gegenwart handelt, zeigt das Textilmuseum St. Gallen in der neuen Dauerausstellung «Traum und Realisation – Stoffe aus der Ostschweiz».

Die Region Ostschweiz ist bekannt für ihre textile Geschichte. Dank Erfindungen wie der Ätzspitze, aufbügelbaren Stickereibildchen oder dem textilen Lasercut, feierte die Branche immer wieder internationale Erfolge. Dass es sich dabei nicht bloss um eine grosse Vergangenheit sondern um die Gegenwart handelt, zeigt  das Textilmuseum St. Gallen in der neuen Dauerausstellung «Traum und Realisation – Stoffe aus der Ostschweiz».
Anhand der Schlagworte «Weben und Drucken», «Sticken und Mechanisieren», «Entwerfen und Kreieren» sowie «Erfinden und Tüfteln» beleuchtet die Ausstellung verschiedene historische und aktuelle Aspekte der Textilproduktion. Die epochalsten Errungenschaften der findigen Tüftler und die Geschäftstüchtigkeit der Firmeninhaber werden genauso angesprochen wie die mit dem Erfolg einhergehenden, dunklen Kapitel: fehlende gesetzliche Regelungen in der Heimarbeit, Kinderarbeit und die unsicheren Lebensumstände der Textilarbeiter. Ein besonderes Schlaglicht wirft die Ausstellung auf eine Berufsgruppe, die normalerweise namenslos im Hintergrund wirkt; die Textilentwerfer. Anhand von Entwürfen für Stoffmuster, Fotos und Modezeichnungen erhält der Besucher einen Einblick in ihr Schaffen.
Die technischen Textilien, ein wichtiger Bestandteil der aktuellen Ostschweizer Textilproduktion, wurden, da man vielen dieser innovativen Stoffe ihre aussergewöhnlichen Eigenschaften nicht ansieht, von den Ausstellungsmachern kurzerhand in die Szenografie eingebaut. So zeigen sie ihre Funktionalität und sind gleichzeitig Ausstellungsobjekt.

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