Die Krawatte verrät viel über ihren Träger, über seine soziale Stellung, seine ästhetischen Vorlieben oder seine politische Haltung. Fotos: Schweizerisches Nationalmuseum © 2014, Pro Litteris, Zurich.

Von Schlips bis Jabot

Einst Symbol für Anpassung und Bürgerlichkeit, ist die Kravatte heute wieder modisches Accessoire – das Landesmuseum Zürich zeigt sie aus ungewöhnlichen Perspektiven.

Die Krawatte: Einst stand sie für Anpassung und Bürgerlichkeit, heute ist sie ein modisches Accessoire – vornehm, aber lässig. Das Landesmuseum Zürich zeigt in der Ausstellung «Männer Macht Mode» ihre Entwicklung, ihre Rolle in der Uniform und in der Garderobe der Frau, Krawatten in der Rockmusik, im 
Film, in der bildenden Kunst oder in der Literatur. Zu sehen sind Zeichnungen, 
Entwürfe, Stoffe, Musterbücher und Krawatten, literarische Texte, zeitgenössische Kunstwerke sowie Fotografien und Filme – das Spektrum reicht von einem raren Stück aus venezianischer Nadelspitze oder der Krawatte des Krönungskostüms des dänisch norwegischen Königs Christian VII. über Entwürfe bekannter Künstler wie Salvador Dalí und Stücke aus Andy Warhols privater Garderobe bis hin zu Ugo Rondinones fotografischer Inszenierung. Eine wichtige Quelle sind zudem die 
Textilarchive des Schweizerischen Nationalmuseums, die die bedeutsamsten Krawattenstoffproduzenten der Region Zürich versammeln, darunter Weisbrod-Zürrer, Robt. Schwarzenbach & Co., Gessner und Stehli Seiden.
 Dank dieser Vielfalt entdecken Besucher das Accessoire, das durch seinen alltäglichen Gebrauch banal geworden ist, aus ungewöhnlichen Perspektiven neu.

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