Gio Ponti mit der Familie in seinem Haus in der Via Dezza in Milano.

Vivere alla Ponti

Gio Ponti zählt zu den wenigen Architekten Italiens, die sowohl im Entwurf von kleinen Alltagsgegenständen als auch von grossen Hochbauprojekten international reüssierte. Die Firma «Molteni&C» lässt nun einige seiner Möbel wieder herstellen – zu sehen sind sie im Einrichtungshaus Zingg-Lamprecht in Zürich.

Gio Ponti zählt zu den wenigen Architekten Italiens, die sowohl im Entwurf von kleinen Alltagsgegenständen als auch von grossen Hochbauprojekten international reüssierte. Die Firma Molteni&C lässt nun einige seiner Möbel wieder herstellen – zu sehen sind sie im Einrichtungshaus Zingg-Lamprecht in Zürich. Die Möbelstücke der Edition «Vivere alla Ponti» werden nach traditioneller Art und Weise von Hand gefertigt und der Lack von Hand aufgetragen. Francesca Molteni, Junior-Chefin der Firma, hat uns durch die Ausstellung geführt: «Die Edition ist dank Pontis Kindern Lisa, Letizia, Giulio, Salvatore und Paolo zustande gekommen und durch die Zeichnungen, Familienalben und Briefe aus dem Archiv.» Die Zusammenarbeit sei nicht immer einfach gewesen, da sich Pontis Nachkommen als harte Kritiker erwiesen: «Wir haben die Stücke überarbeiten, bis sie ihren Erinnerungen entsprachen.» Das Projekt ist vor zwei Jahren gestartet. Heute umfasst die Kollektion sieben Stücke: einen Aluminiumstuhl aus dem Jahr 1935 für den Palazzo Montecatini in Mailand, eine Kommode aus Ulmenholz, ein Bücherregal aus vorgeformtem Multiplex, das Ponti in seinem Haus in der Via Dezza stehen hatte, einen Abstelltisch, einen Armlehnstuhl, Rahmenspiegel und einen Teppich aus Pferdeleder. «Damit haben wir das Archiv noch lange nicht ausgeschöpft», sagt Francesca Molteni.

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