Ungesäumte Abschlüsse verleihen den Entwürfen einen rohen Ausdruck. Fotos: severafrahm

Steinerner Stoff

Mit «Fabric project» hat Stéphanie Baechler 2011 den Designpreis Schweiz gewonnen. Nun präsentiert die Textildesignerin in Holland ihre erste Modekollektion – «Lodonite» von Keramik und Stein inspirierte Kleider.

Mit «Fabric project» hat Stéphanie Baechler 2011 den Designpreis Schweiz gewonnen. Nun präsentiert sie ihren Fashion Master in Arnhem – «Lodonite» von Keramik und Stein inspirierte Kleider. Wenn die Textildesignerin sich für etwas interessiert, dann tut sie es gründlich, vertieft sich, forscht, probiert aus. In einem Workshop am European Ceramic Work Centre im niederländischen Hertogenbosch hat sie sich Wissen und Technik über Keramik angeeignet. Die Glasuren haben sie derart fasziniert, dass sie ihre Oberflächen für ihre textile Masterarbeit adaptierte. Ihre Entwürfe sind vom Stein inspiriert, die Haptik der Textilien aber gewohnt weich. Sie hat experimentiert, Schaumstoff beschichtet und geklebt. Sie übertrug die Vielschichtigkeit von Quarz und Achat auf Stoff, imitierte schillernde Glasuren und matte Oberflächen, bis sie eine grosse Materialsammlung verfügte. «Loden entpuppte sich als das passende Gewebe um Stein darzustellen», sagt Stéphanie Baechler. Die Starrheit und Oberfläche des Stoffs erinnern an Felsen, Beton oder Marmor. Die Abschlüsse hat die Designerin ungesäumt belassen, um ihren Entwürfen einen rohen Ausdruck zu verleihen. Nun bleibt sie vorläufig in Holland, eine Anstellung bei Dries Van Noten in Antwerpen ist im Gespräch.

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