Messina aus Luzi-type.ch Fotos: Messina Sans, Messina Serif

Serif und Sans für Messina

«Messina» heisst die neue Schrift des Grafikers Luzi Gantenbein. Es ist die sechste, die er in seiner eigenen Schriftenwerkstatt gestaltet hat und international vertreibt.

Luzi Gantenbein ist Grafiker, in Fläsch im Kanton Graubünden aufgewachsen. Seit er ein Bub ist, begleite ich seinen Weg, denn ich bin «lo zio», sein Onkel. Lehre im Atelier Spinform in Schönenwerd, dann Studium der visuellen Gestaltung an der Hochschule in Bern. Wanderzeit in Chile als Mitarbeiter bei Base Design, Weiterbildung bei Dalton Maag in London, immer wieder Grafiker in Hochparterre und bald wieder bricht er auf zur Arbeit nach Montevideo. Aus dem jugendlichen Comic-Zeichner ist ein leidenschaftlicher Grafiker geworden, der sich intensiv mit Schriften erfinden, gestalten und auch verkaufen befasst. Seine Foundry Luzi-Type.ch bietet mittlerweile sechs Schriften an. Alle tragen Namen von Hafenstädten: Messina, Faro, Beirut, Cádiz, Livorno, Buenos Aires.

Luzi Gantenbein reiht sich ein in die Spielfreude, die seiner Generation so gefällt. Aus der Geschichte, aus Zeitschriften wie alten Ausgaben des «Du», aus Reiseerlebnissen werden Bilder und Ideen versammelt und zu neuen Schriften kombiniert. Mit heiterem Respekt hat er zum Beispiel aus der Futura von Paul Renner und der Avenir von Adrian Frutiger eine offene, freundliche und spielerische Buchstabenfolge für die Schrift «Buenos Aires» gemacht. Alle Ideen bringt er so in Form, dass sie auf dem rasanten, internationalen Markt der Schriften bestehen. Der junge Typograf steht unter anderem im Geschäft mit grossen Museen, Zeitungs- und Buchverlagen.

Und nun als sechste Schrift «Messina». Sie besteht aus zwei Versionen mit sechs Schnitten. Die Sans-Serif steht in der Tradition der Moderne und deren Freude an Reduktion. Die Serif ist eine zeitgenössische Interpretation einer französischen Renaissance-Antiqua.  

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