Eine Roboterhand aus speziellem Kunststoff, der sich bei Raumtemperatur selber heilen kann. Bild: Vrije Universiteit Brussel

Selbstheilende Roboter?

Roboter, die eng mit Menschen zusammenarbeiten, bestehen aus flexiblen Materialien. Nun wird daran geforscht, wie sie sich «selber heilen» können.

Der therapeutische Roboter im Robbenfell im Altersheim, der Pflegeroboter im Spital: Die ersten Maschinen haben die Fabrik und das Labor verlassen und sollen Menschen im Alltag unterstützen. Sie gehen mit zerbrechlichen Objekten geschickt um, interagieren mit unberechenbaren Menschen – sicher, und ohne diese zu verletzen. Solche Roboter der nächsten Generation werden aus flexiblen Materialien bestehen. Allerdings seien solche «weichen» Roboter besonders anfällig für Risse durch scharfe Gegenstände, schreibt die Empa in einer Pressemeldung: «Die erforderlichen Reparaturen werden oft lange dauern und daher sehr kostspielig sein.»

Kann sich der Roboter selber reparieren? Das will das internationale Forschungsprojekt unter Leitung der Vrije Universiteit Brussel mit dem schönen Namen SHERO (Self-HEaling soft Robotics) herausfinden. Es wird von der EU mit 3 Millionen Franken unterstützt. Mit daran beteiligt ist die Empa. Die Forscherinnen und Forscher arbeiten an Technologien, mit denen «weiche» Roboter Schäden eigenständig und ohne menschliches Zutun «heilen» können: Gesucht werden selbstheilende Materialien wie flexible Kunststoffe. Davor muss der Schaden mittels «eingebettetem Funktionsmaterial» erkannt und der «Selbstheilungsprozess» aktiviert werden, um den Schaden zumindest vorügergehend zu beheben. Das Ziel sei ehrgeizig und ist gewiss faszinierend. Aber mehr noch frappiert an der Pressemeldung, wie selbstverständlich von Schmerzerkennung und Selbstheilung gesprochen wird – bei einem Roboter.

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