Sandro Marzo liess sich für seine neuste Kollektion von sich vermischenden Kulturen inspirieren. Fotos: Pete Cameron Dominkovits

Schwarzer Block

Sandro Marzos Herrenkollektion ‹AW14› erinnert aufgrund der strengen Linien und Plattenelemente an antike Rüstungen und Uniformen. Der Gewinner des Design Preis Schweiz 2013 setzt auf natürliche Materialien wie Wolle, Seide und Kaschmir. Mutige Träger für seinen androgynen Look findet er nicht in der Schweiz, sondern in Weltstädten wie Paris, Seoul und New York.

Sandro Marzo verarbeitet in seinen Entwürfen, was ihn gerade beschäftigt. Erst am Ende dieses Prozesses sucht er dann einen Überbegriff, der die jeweilige Arbeit beschreibt. Im Fall seiner dritten Kollektion – für den Herbst 2014 – war es die Zusammenarbeit mit anderen Labels: Seine Hüte hat er gemeinsam mit dem Basler Designerpaar Ceresola / Waldhart entworfen. Als Leitmotiv wählte er deshalb ‹Alexander the Great›, der für sich vermischende Kulturen steht.Marzos Kleider sind streng quadratisch geschnitten und erinnern aufgrund der strengen Linien und Plattenelemente an antike Rüstungen und Uniformen. Anstatt Pullover zeigt er schwere T-Shirts, die übereinander getragen werden. Die Materialien variieren, Hart trifft auf Weich. Er setzt auf Natürliches: «Ich mag keinen Plastik am Körper.» Für diese Kollektion verwendete er vornehmlich Wolle, Seide und Kaschmir. Und er entwickelt neue Materialien, wie etwa ein gelb melierter Stoff mit einem gewachsten Faden, den er mit einem italienischen Hersteller kreiert hat. «Fünfzig Prozent der Textilien sollen einst von mir stammen, damit die Entwürfe rundum Marzo sind.» Der Wiedererkennungswert sei wichtig, um in der Modewelt zu bestehen: «Die Leute sollen meine Stücke erkennen, ohne auf das Etikett schauen zu müssen.»So kehren seine typischen Mäntel, Blazer, Hemden und Hosenröcke in jeder Kollektion wieder, der Designer ändert einzig Details, platziert Taschen neu, überarbeitet die Nähte. Für seine klare Signatur wurde Marzo vergangenen Herbst mit dem Design Preis Schweiz ausgezeichnet. «Die 10 000 Franken waren eine Hilfe, reichen für ein Modelabel aber nicht weit.» Mit dem Geld hat der Designer einen Showroom im Pariser 
Marais-Viertel gemietet und seine dritte Kollektion gezeigt, inmitten etablierter Labels. Sich dort zu präsentieren, ist ein Muss, mehrmals – die Einkäufer schauen bei Jungdesignern of...
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Sandro Marzos Herrenkollektion ‹AW14› erinnert aufgrund der strengen Linien und Plattenelemente an antike Rüstungen und Uniformen. Der Gewinner des Design Preis Schweiz 2013 setzt auf natürliche Materialien wie Wolle, Seide und Kaschmir. Mutige Träger für seinen androgynen Look findet er nicht in der Schweiz, sondern in Weltstädten wie Paris, Seoul und New York.

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