Der Schubladenstapel in limitierter Edition in Nussbaum in der Kollektion Rö.

Schubladenstapel, reloaded

Aufeinandergestapelte Schubladen, die Susi und Ueli Berger im Brockenhaus entdeckt hatten, inspirierten sie zum «Schubaldenstapel». Nach knapp vierzig Jahren legt ihn Kollektion Rö in Nussbaum auf.

Für die zweite Edition von Kollektion Rö entwarfen Susi und Ueli Berger 1981 die Kommode «Schubladenstapel». Den Entwurf inspirierten übereinander gestapelte Schubladen in einem Zürcher Brockenhaus. Die Kommode besteht aus sieben unregelmässig aus der Achse gedrehten, aufeinandergeschraubten Schubladenkästen. Das ursprüngliche Bild wurde allerdings durch die auf Gehrung perfekt verarbeiteten Fronten und durch das gestreifte Palisanderfurnier gewaltig veredelt. Der «Schubladenstapel» wurde in den ersten drei Jahren rund fünfmal verkauft, später stieg die Zahl des heimlichen Markenzeichens der Kollektion bis auf 300 Stücke pro Jahr – wobei auf Grund des Furniers jedes Stück ein Unikat bleibt. Nun legt Kollekton Rö die Kommode, die längst Eingang in die Geschichte des Schweizer Möbeldesigns gefunden hat, in limitierter Auflage von 15 Stück in Schweizer Nussbaum neu auf. Dabei werde das Furnier mit einer ähnlichen Charakteristik ausgewählt, wie der Entwurf mit den «tigerähnlichen Streifen» es beabsichtigte.

 

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Kommentare

Der arme Poet 03.11.2020 09:50
6214.00 CHF kostet er gemäss Homepage von RÖ Ich bin immer wieder erstaunt, dass Personen, die sich mit Design und Architektur beschäftigen nicht der Gehaltsklasse angehören in der sie die Möglichkeit hätten sich ihre "eigenen" Erfindungen zu leisten. ist ja nichts neues
Meret Ernst 03.11.2020 11:25
Lieber armer Poet Dinge sind teuer, Handwerk hat seinen Preis, auch wenn wir das in Zeiten von Fast Fashion gerne vergessen. Eine andere Frage ist, weshalb wir nicht der Gehaltsklasse angehören, die ein Erbstück aus der Portokasse bezahlen kann. Gerne verweise ich auf den Lohnmonitor der Swiss Design Association, der periodisch aufdatiert wird. Der Verband setzt sich für Kreative ein, auch was das Gehalt betrifft. https://www.swiss-design-association.ch/newsdetail/sda_lohnumfrage_art2981
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