Starke Formen, filigranes Material: Steinzeugvasen der Designerin Jacqueline Lalive d'Epinay.

Schönes hinter Glas

Die Designerin Jacqueline Lalive d'Epinay bespielt eine Vitrine im Museum für Gestaltung. Ihre Vasenkollektion «Noi» erinnert an die Schönheit des Augenblicks.

Wenn Ranunkeln die Köpfe hängen lassen und Rosen verdorren, landen sie im Kompost. Übrig bleibt die Vase – die bestenfalls auch leer gut aussieht. Die handgefertigten Vasen von Jacqueline Lalive d'Epinay gehen über das Erfüllen ihrer Funktion hinaus: «Sie bleiben auch gerne leer», so die Zürcher Designerin, und vergleicht ihre gedrehten Steinzeuggefässe mit Skulpturen für den Wohnraum. Tatsächlich liegt in der Reduziertheit der Vasenserie «Noi» etwas zeitlos Archetypisches. Zusammengesteckten Industrierohren ähnelnd, kontrastieren die reduzierten, beinah rohen Formen mit der Fragilität des Materials. Diese Zerbrechlichkeit ist für Lalive d'Epinay auch Inspiration. Ihre Keramik-Arbeiten mit dem Namen «Because Beauty is fragile» sollen dem Bewusstsein für die Schönheit des Moments Ausdruck verleihen. «Keramik ist wertvoll und fordert durch seine Zerbrechlichkeit zu einem sorgfältigen Umgang damit auf», so die Designerin. Eine Chance für alle, die zwar keinen grünen Daumen, aber dennoch Freude an Blühendem haben.

Vase «Noi», schwarz

Vase «Noi», weiss

Vase «Noi», blau

Vase «Noi», lachsfarben

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Kommentare

Myriam Holle 20.09.2021 10:48
In Ihrer Einfachheit und ganz eigen Formsprache, einfach nur einzigartige Objekte. Ich bin ein Fan Ihrer Arbeiten und liebe auch die anderen Kunstwerke von Jacqueline. Seil es als «gönn Dir was» oder als «der Geschenk Garant». Ein Besuch auf Ihrer Webseite lohnt sich!
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