Schön, schöner, am schönsten

Kaum ein Attribut wird 
in der Designkritik so 
selten benutzt wie schön. Schade eigentlich.

Die Frage, ob Design schön sei, erwischt die meisten Designkritiker auf dem falschen Fuss. Adjektive wie minimalistisch, elegant, funktional, formal überzeugend, zeitgeistig oder zeitlos sind geläufig. Aber schön? Einfach nur schön? Ein «Designersofa» oder eine «Designerleuchte» sei schön, setzen Marketingleute voraus und meinen damit meist formschön. Nicht interesselos — gilt doch: «Hässlichkeit verkauft sich schlecht.» Dieser Ausspruch wird Raymond Loewy 
zugeschrieben, dem Begründer des amerikanischen Industrial Designs. Genau genommen handelt es sich dabei um die sehr freie deutsche Übersetzung seiner Autobiografie, die 1951 unter dem Titel «Never leave well enough alone» (etwa: «Gut genug reicht nicht») herauskam, was wenig mit der Frage nach dem Schönen oder dessen Gegenteil zu tun hat.Das ist symptomatisch. Nicht nur die Designer selbst, auch die Designkritik ist von Berufs wegen misstrauisch bei dieser Zuschreibung. Diese Vorsicht hat Tradition. In den angewandten Künste...
Schön, schöner, am schönsten

Kaum ein Attribut wird 
in der Designkritik so 
selten benutzt wie schön. Schade eigentlich.

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