Weisbrod-Zürrer in Hausen am Albis hat vor zwei Jahren als letzter Schweizer Seidenweber die Produktion eingestellt. Das Archiv der Krawattenstoffabteilung reicht zurück bis etwa 1930. Fotos: Fabian Unternährer

Schatzkisten

Die sterbende Schweizer Textilindustrie ruht auf reichen Material- und Mustersammlungen. Sie sind Zeugen der Designgeschichte und müssen erhalten werden.

Es riecht staubig nach Holz und Papier. In einer Scheune in Hausen am Albis lagern auf Ballen gerollt 60 000 Quadratmeter Seide. In kleineren Räumen liegen die passenden Muster dazu. Schnipsel und Bändel, in Schachteln abgelegt, in Musterbücher eingeklebt oder als Liassen, als Laschen an Bügeln hängend. «Ich schätze unsere Sammlung auf etwa 100 000 Dessins – für Krawatten- und Modestoffe», sagt Ronald Weisbrod, einst Patron der Firma Weisbrod-Zürrer. Nach vier Generationen hat das Unternehmen vor zwei Jahren die Maschinen ab- und damit als einer der letzten Schweizer Seidenweber die Produktion eingestellt. Was aber passiert mit all den Materialien, diesen Zeugen der Schweizer Textil- und damit Designgeschichte? Die Zürcherische Seidenindustrie-Gesellschaft, einst der Wirtschaftsverband der produzierenden Industrie, will das Wissen rund um die Seide erhalten. So hat sie mit dem Schweizerischen Nationalmuseum vertraglich geregelt, wie die Nachlässe gesichtet und in den Textilbestand des Museums ü...
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Die sterbende Schweizer Textilindustrie ruht auf reichen Material- und Mustersammlungen. Sie sind Zeugen der Designgeschichte und müssen erhalten werden.

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