Applaus von Jury und Publikum, Überraschung auf Seiten der Gewinnerinnen: Doing Fashion gewinnt in der Kategorie Communication Design. Fotos: zVg

Same same but different

Die besten Projekte der letzten zwei Jahre wurden mit dem Design Preis Schweiz gekürt. Das Ritual wiederholt sich, schreibt Meret Ernst in ihrem Kommentar.

Is it just another edition, lediglich eine weitere Ausgabe? Diese rhetorische Frage stellte Design Preis Schweiz Kurator Michel Hueter an den Anfang eines langen, bunten Abends. Ja, ist man geneigt an seiner Stelle zu antworten. Das Ritual wiederholt sich. Bereits zum dreizehnten Mal traf sich letzten Freitag Abend die Szene, um zu hören, welche elf Projekte die Jury dieses Jahr aus 42 Nominationen herauspickte. Im Kern gleich zusammengesetzt ist diese Jury, wieder gehört sind manche der Flachsereien des Moderatorenteams, und altbekannt sind staatstragende Auftritte und die mehr oder weniger überspielte Bühnenangst mancher der Geehrten. Zum Ritual gehört auch das Gesellschaftspiel, Juryentscheide zu kommentieren um festzustellen, dass sie – wie jeder Juryentscheid – arbiträr sind. Gelegenheit dazu bot wie immer das anschliessende Design Dinner, das dieses Jahr vor Publikum gekocht und stehend gereicht wurde. Und doch: Michel Hueter konnte mit guten Argumenten seine rhetorische Frage verneinen. Er liess die Kategorien überarbeiten, und schon entdeckte man unter den Nominierten neue Gesichter. Jede Disziplin erhält nun einen Preis, für spezielle Themen wie Startups oder Nachhaltigkeit setzen sich Preissponsoren ein. So steigen die Chancen für bisher übergangene Bereiche. Die neue Struktur erleichtert die Juryarbeit, verlangt aber auch nach viel Expertenwissen. Nun wird Gleiches mit Gleichem verglichen, oder zumindest Gleiches mit Ähnlichem. Darüber hinaus stützt die Struktur den Anspruch, gesellschaftlich und wirtschaftlich relevante Projekte auszuwählen – also etwa auch Investitionsgüter oder gesondert Energieeffizienz in Betracht zu ziehen. Wie wichtig die Partnerschaft zur Industrie ist, brachte übrigens die Modedesignerin in der Jury, Liesbeth in't Hout, auf den Punkt: Obwohl Design längst international verfasst ist, mache es einen Unterschied, ob die Produktio...
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Die besten Projekte der letzten zwei Jahre wurden mit dem Design Preis Schweiz gekürt. Das Ritual wiederholt sich, schreibt Meret Ernst in ihrem Kommentar.

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