In Gauguins Bilderwelten blättern: das digitale Buch wurde von iart entwickelt. Fotos: Mark Niedermann

Paul Gauguin, digital

Paul Gauguin zieht mit seinen Südsee-Träumen die Massen an. Die Vermittlung läuft auch digital - mit einem interaktiven Buch, das iart entwickelt hat.

Paul Gauguin (1848–1903) zieht mit seinen Südsee-Träumen die Massen an. Kürzlich wurde die 100'000 Besucherin in der Fondation Beyeler in Riehen willkommen geheissen, nach knappen sechs Wochen. Die Ausstellung, die über 50 der raren Porträts, Werke aus der Bretagne und aus Tahiti versammelt, ist ein Grossereignis. Eines, das so schnell nicht wiederkommt, denn die Gemälde sind fragil – weil einst mit billigen Materialien gemalt. Doch es gibt auch eine Art der Vermittlung, die dem Original sein Recht belässt und trotzdem über die digitale Reproduktion hinaus weist. Im Multimediaraum, den die Basler Firma iart konzipiert und realisiert hat, kann man in interaktiven Büchern mehr über die Werke und das Leben von Gauguin erfahren. Die bedruckten Teile der Seiten sind um projizierte Inhalte erweitert: So bewegt sich das Schiff in der Animation in den Hafen von Papeete, Skizzen werden durch Berührung zum Gemälde und aus dem «Selbstbildnis mit Palette» fliesst ein Stillleben.

In den Büchern, einer animierten Weltkarte, die die grossen Reisen des Künstlers nachzeichnet, und zwei Wänden zur Künstlerbiografie überblenden sich reale und virtuelle Elemente. «Ein Versuch, die digitale Welt wieder zu materialisieren, ihr eine haptische Qualität zu verleihen», erläutert Valentin Spiess von iart.

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