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Netzkritik: creativezurich.ch

Die Initiative «Creative Zurich» hat bei der Entwicklung der neu lancierten Webseite die richtigen Fragen gestellt und die richtigen Schlüsse gezogen. Deren Umsetzung ist aber mangelhaft.

Wer eine Webseite baut, muss das Verhältnis von Aufwand und Ertrag klären. Gerade weil sich inzwischen herumgesprochen hat, dass der Aufwand meist grösser ist, als man denkt. Darum muss ein gutes Webprojekt mit der Frage beginnen: Was ist das Ziel? Daraus leiten sich Inhalte und Prioritäten ab. Die Initiative «Creative Zurich» hat sich diese Frage bei der Entwicklung der neu lancierten Webseite creativezurich.ch offensichtlich gestellt und daraus die richtigen Schlüsse gezogen. Trotzdem sind Zweifel angebracht, ob der Internetauftritt das Ziel erreicht. Also: «Ziel der Initiative ist, Wirtschaft, Medien, Politik und die breite Öffentlichkeit für die Bedeutung, die Funktionsweise, die Besonderheiten und die Merkmale der Kreativwirtschaft zu sensibilisieren», heisst unter «Über uns». Folgefrage: Wie findet man im Internet ein Publikum? Antwort: Mit interessanten Geschichten. Umsetzung auf creativezurich.ch: Das «Kreativ Mag». Bis hierher alles richtig gemacht. Aber dann: Das Magazin erzählt keine Geschichten, sondern weist mit einem Bild und zwei Sätzen auf einige, in der Auswahl ziemlich zufällig erscheinende Projekte hin. Das lockt niemanden auf die Seite. Es hilft auch wenig, einen Dienst wie «storify» einzubinden. Im Gegenteil: das vorgefertigte Tool macht die Seite beliebig und unpersönlich. Ziel Nummer zwei, ebenfalls als Zitat aus «Über uns»: «www.creativezurich.ch bietet der Zürcher Kreativwirtschaft eine Plattform, sich in ihrer Vielfalt zu präsentieren.» Umsetzung: «Kreative Profile». «Nein! - es ist kein ‹weiteres Social-Media Profil›, das aufwändig gepflegt werden muss», schicken die Macher gleich hinterher. Was denn sonst, denkt sich wohl jeder Interessierte. Die für sie oder ihn entscheidende Frage ist: Lohnt es sich auf creativezurich.ch präsent zu sein? Ja, heisst die Antwort, wenn es der Webseite gelingt, ein Publikum aufbieten. Da...
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Die Initiative «Creative Zurich» hat bei der Entwicklung der neu lancierten Webseite die richtigen Fragen gestellt und die richtigen Schlüsse gezogen. Deren Umsetzung ist aber mangelhaft.

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