Der «Bee Home Observer»: Wer die Schublade heraus, bekommt man Einblick in die Stube der Mauerbienen.

More than Honey

Die Biologen Claudio Sedivy und Tom Strobl von «Wildbiene+Partner» haben ein so simples wie nachhaltiges Geschäftsmodell entwickelt: Sie verkaufen Wildbienenhäuser samt Startpopulation an Private und lassen von diesen Mauerbienen für die Landwirtschaft züchten.

Spätestens seit Markus Imhofs «More than Honey» ist das Bienensterben ins Allgemeinwissen eingegangen. Weniger bekannt ist hingegen, dass auch gewisse Wildbienenarten äusserst effizient bestäuben und dass man die Alternativen zur Honigbiene trotz ihrem Namen züchten kann. Die einseitige Landwirtschaft und die Zersiedelung machen aber auch Wildbienen zu schaffen; Es fehlt an Nistplätzen für die fleissigen Bestäuber.Daraus haben die Biologen Claudio Sedivy und Tom Strobl von Wildbiene+Partner ein so simples wie nachhaltiges Geschäftsmodell entwickelt: Sie verkaufen Wildbienenhäuser samt Startpopulation an Private und lassen von diesen Mauerbienen für die Landwirtschaft züchten. Die Schilfrohranschnitte in ihren «Bee Homes» schaffen auf städtischen Balkonen oder in aufgeräumten Agglomerationsgärten den dringend benötigten Nistplatz. Zwischen März und Juni schlüpfen die Mauerbienen bei genug hohen Temperaturen aus den mitgelieferten Kokons und lassen Urban Gardening Projekte durch ihre Bestäubungsarbeit gedeihen. Im Herbst wird die Nistbox per Post an Wildbiene+Partner zurückgesendet, die gesunden Kokons werden an Obstbauern und ein Rest an die Bienenpatinnen und –paten zurückgeschickt.Nach zwei Saisons sollen diesen Sommer bereits rund 17000 privat gezüchtete Wildbienen auf 45 Obstbaubetrieben ausschwärmen und dort für eine optimale Bestäubung und somit für höhere Erträge ohne zusätzliche Düngemittel sorgen. Die Wildbienenhäuser des ETH-Spinoffs kann man als Notlösung sehen oder als geeignetes Mittel, das Bewusstsein für Wildbienen zu fördern. In zwei Wildbienenparadiesen in Zürich kann man bereits natürlichere Nistplätze erkunden, weitere Gärten sind in verschiedenen Schweizer Städten geplant.Die Bee Homes können hier bestellt werden. Die Lieferung mit diesjährigen Kokons ist ausverkauft, das Häuschen bietet aber auch ohne Startpopulation Nist...
More than Honey

Die Biologen Claudio Sedivy und Tom Strobl von «Wildbiene+Partner» haben ein so simples wie nachhaltiges Geschäftsmodell entwickelt: Sie verkaufen Wildbienenhäuser samt Startpopulation an Private und lassen von diesen Mauerbienen für die Landwirtschaft züchten.

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