Die Männerkollektion von Marc Fuhrer spielt geschickt mit dem Zustand des Unfertigen. Fotos: Shoji Fujii

Mode aus Basel

Viel Zerschnittenes, Vermummendes und Dekonstruiertes war zu sehen an der diesjährigen Diplom-Modeschau in Basel. Am Samstag präsentierten 18 Studenten ihre Abschlusskollektionen.

Viel Zerschnittenes, Vermummendes und Dekonstruiertes war zu sehen an der diesjährigen Diplom-Modeschau in Basel. Bauchnabeltiefe V-Ausschnitte kombiniert mit voluminösen Kragen aus vielen Stofflagen, übergrosse Kapuzen und über Mund und Nase hochgezogene Stehkragen. Und vor allem: Viel schwarz. Entgegen dem diesjährigen Slogan des Institut Mode-Design «To fight mindless uniformity», kamen die Arbeiten leider ziemlich gleichförmig daher und man hätte sich mehr Farbigkeit gewünscht. Positiv aufgefallen ist ein gestrickter Männerpullover von Matthias Waldhart, bei dem das unifarbene Strickmuster an Muskelbänder aus dem Anatomieatlas erinnerte. Oder die Leggins von Miranda Kaloudis, aus hauchdünnem Wollstoff und mit rund ums Bein laufenden Nähten. So wird gekonnt geschneidert, was bei billigen T-Shirts eine ungewollte Erscheinung ist: Verdrehte Nähte. Die Männerkollektion von Marc Fuhrer spielte geschickt mit dem Zustand des Unfertigen: Jacketts wie soeben von des Schneiders Büste geklaut, kombiniert mit weissen, langen Unterhosen, die unter der zu kurzen Anzugshose hervor blitzen. Hier ein Portrait über drei der Absolventen.

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