Showproduzent Yannick Aellen organisiert gemeinsam mit Ursina Widmer die «Mode Suisse». Fotos: Maurice Haas

Mix aus Kommerz und Kreativität

«Mode Suisse» ist eine neutrale Plattform für Schweizer Modelabels. Während andere Schauen auf Eigenwerbung, Ticketeinnahmen und Unterhaltung setzen, will sie den Designerinnen und Machern helfen, Kontakte zu Einkäufern zu knüpfen. Doch: Reüssiert Schweizer Mode jemals als Wirtschaftszweig? Eine Einschätzung von Yannick Aellen, der gemeinsam mit Ursina Widmer die «Mode Suisse» organisiert.

Als das Modefestival «Gwand» vor zwölf Jahren unterging, übernahm der Textilverband mit dem «Swiss Textiles Award». Weitere zehn Jahre später wurden daraus die «Zurich Fashion Days». Als letztes Jahr das Modehaus Charles Vögele als Hauptsponsor ausstieg, hat mit Mercedes-Benz eine Automarke die grösste Schweizer Schau übernommen. Ein Gegengewicht bildet seit diesem Frühling die Mode Suisse — eine neutrale Plattform für Schweizer Labels, die halbjährlich in Zürich und Genf stattfindet. Während andere Schauen auf Eigenwerbung, Unterhaltung und Ticketerlöse setzen, will sie den Designerinnen und Machern helfen, Kontakte zu Einkäufern zu knüpfen. «Mode Suisse» ist Modeschau, Branchentreff und Orientierung zugleich. Doch: Reüssiert Schweizer Mode jemals als Wirtschaftszweig? Oder scheitert eine ernstzunehmende Schweizer Modeszene letztlich an der entwerferischen Kompetenz der Macher? Eine Einschätzung von Yannick Aellen, der gemeinsam mit Ursina Widmer die «Mode Suisse» organisiert.Wie ist es um das Schweizer Modeschaffen bestellt? Yannick Aellen: Viel besser als noch vor sieben Jahren, die Leute sind besser informiert. Und auch die Schulen in Genf und Basel sind gut unterwegs — nachdem sie vor ein paar Jahren fast zu professionell agierten und bereits die Erstsemesterstudenten meinten, sie bräuchten ein Pressebüro in Paris, lehren die Schulen jetzt einen guten Mix aus Kommerz und Kreativität.Sie arbeiten international — ist Schweizer Mode dort ein Thema? Nicht spezifisch. Nach langem Überlegen fallen die Namen Akris und Bally. Das passt gut zur Designschweiz: klare Linien, schöne Farben. Und oft denken die Leute an hochwertige Stoffe und St. Galler Spitzen — um international aufzufallen braucht es aber etwas Frisches, Wildes. Designer wie Julian Zigerli, Blackpool, Mal-Aimée und PortenierRoth sind wichtig um vorwärtszuschreiten.Sch...
Mix aus Kommerz und Kreativität

«Mode Suisse» ist eine neutrale Plattform für Schweizer Modelabels. Während andere Schauen auf Eigenwerbung, Ticketeinnahmen und Unterhaltung setzen, will sie den Designerinnen und Machern helfen, Kontakte zu Einkäufern zu knüpfen. Doch: Reüssiert Schweizer Mode jemals als Wirtschaftszweig? Eine Einschätzung von Yannick Aellen, der gemeinsam mit Ursina Widmer die «Mode Suisse» organisiert.

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