Adrian Frutiger an der Ausstellung Read Me, 2005 Fotos: ZvG

Mit Adrian Frutiger im Café Schuh

In seinem Nachruf an Adrian Frutiger erinnert sich der Designer Jürg Brühlmann an einen Sonntagsausflug an den Brienzersee, den er vor ein paar Jahren mit dem Typografen machte.

Einige Jahre mögen es her sein, da sass ich mit Adrian Frutiger im Café Schuh in Interlaken. Wir machten zusammen einen Sonntagsausflug an den Brienzersee, seiner Heimat. Bei Schoggikuchen und Milchkaffee begann er zu erzählen: «Sieh dir dieses enge Tal, diesen eingeschnittene Graben in den schroffen Berneralpen an, ringsum nur Fels. Da bin ich aufgewachsen, das war meine Welt. Nur nach Westen hin öffnet sich das Tal und von dort gelangt man hinaus. Oft sass ich als Bub nach der Schule auf einem Stein am See und sehnte mich in die Welt.»Kein Sklave der TechnikAdrian Frutiger bereiste Jahre später mit seiner Typografie die ganze Welt. Seine Buchstaben sind rings um den Erdball anzutreffen. Ob in Indien, wo er die heilige Devanagari-Schrift für den Fotosatz modernisierte, in den USA, wo die internationalen Flughäfen mit seinen Buchstaben Millionen von Passagieren den Weg weisen, oder im globalen Zahlungsverkehr, wo seine maschinenlesbaren Zahlenreihen Milliarden von Dollars, Euros und Schweizer Franken...
Mit Adrian Frutiger im Café Schuh

In seinem Nachruf an Adrian Frutiger erinnert sich der Designer Jürg Brühlmann an einen Sonntagsausflug an den Brienzersee, den er vor ein paar Jahren mit dem Typografen machte.

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