Lisa Ochsenbein, Industriedesignerin an der Schnittstelle von Architektur und Design, auf einem imaginären Stuhl vor der Zürcher Prime Tower. Fotos: Paola Caputo

Lisa Ochsenbein *1984, Industriedesignerin

Lisa Ochsenbein schaut genau hin und denkt ganzheitlich. Die Berner Industriedesignerin ist Teil der Hochparterre ‹Sonderausgabe U-30›.

Lisa Ochsenbein schaut genau hin und denkt ganzheitlich. Die Berner Industriedesignerin ist überzeugt, dass Designer Lösungen für komplexe Probleme entwerfen müssen, statt bloss Produkte in die Welt zu stellen. Mit ihren Projekten reagiert sie auf gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen. So auch mit dem Projekt ‹Co-Factory›, bei dem sie sich im Auftrag von Freitag Lab mit dem Potenzial von ungenutzten Ressourcen auseinandersetzte. Auf einer Baustelle fallen während einer Betonieretappe durchschnittlich ein bis drei Prozent Restbeton an. Restmaterial, das üblicherweise gesammelt, getrocknet und weggeworfen oder einem ineffizienten Recyclingprozess zugeführt wird. Lisa Ochsenbein greift in diesen Prozess ein, indem sie den Restbeton vor Ort in flüssigem Zustand weiterverarbeitet. Sie stellt so Veloständer, Schalen und Bodenplatten her. Mit einer minimalen Infrastruktur kann ‹Co-Factory› von einer Baustelle zur nächsten ziehen und nutzbare Produkte herstellen. Weil Ochsenbein dieses Langzeitprojekt sowohl als Designerin wie auch als Mitglied der Gesellschaft am Herzen liegt, führt sie mit unterschiedlichen Baufirmen Gespräche, um ‹Co-Factory› als Lösung in der Branche zu etablieren.Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe 10/2015 der Zeitschrift Hochparterre....
Lisa Ochsenbein *1984, Industriedesignerin

Lisa Ochsenbein schaut genau hin und denkt ganzheitlich. Die Berner Industriedesignerin ist Teil der Hochparterre ‹Sonderausgabe U-30›.

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