Die Plättchen wolken nicht für sich durch den Raum, sondern sie werden, bestrahlt von Lichtstrahlen, zu einer Zauberlaterne.

Leuchtend tanzende Plättchen

Hunderte Porzellanplättchen schweben wie eine längliche Wolke in Peter Zumthors Kunstmuseum von Bregenz. Gebrannt, aufgefädelt und aufgehängt hat sie die Keramikerin und Designerin Madlaina Lys aus Lavin.

Hunderte Porzellanplättchen, aufgehängt an Nylonfäden schweben wie eine längliche Wolke über dem Tisch des Restaurants im Kunstmuseum von Bregenz. Gebrannt, aufgefädelt und aufgehängt hat die zierlichen Stücklein die Keramikerin und Designerin Madlaina Lys aus Lavin, angestiftet von Peter Zumthor, dem Architekten des Kunstmuseums. Die Plättchen wolken nicht für sich durch den Raum, sondern sie werden, bestrahlt von Lichtstrahlen, zu einer Zauberlaterne, deren Plättchen den Lichtstrahl lenken, dämpfen und streuen. Madlaina Lys ist eine doppelt erdene. Im Sommer hegt und pflegt sie in Lavin zusammen mit ihrem Mann eine Gärtnerei und versorgt unter anderem die Engadiner Hotels mit Blumen. Im Winter brennt sie als Keramikerin ihre Objekte – zum Beispiel die Plättchen. Sie probiert wie dünn und fein sie werden können, sie experimentiert mit Licht, Raum und Leuchten. Und baut dann in Kleinarbeit vor Ort die filigranen Lichtwolken auf. In Peter Zumthors Kunsthaus, in einem Haus von Norman Foster oder in der Kantine der Zürcher Universitätsprofessoren. 

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