Die Schule F+F nimmt mit dem Projekt «Weisse Wüste» die Krise als Chance.

Künftige Klassenzimmer

Die Schule F+F nimmt mit dem Projekt «Weisse Wüste» die Krise als Chance. Studenten und Dozentinnen denken über zukünftige Schulmodelle nach und erstellen ein analoges Mahnmal in der Sperrzone.

Nicht zuletzt die Herausforderungen der Coronakrise zeigen deutlich, dass sich die Berufswelt rasch wandeln wird. Jobs werden verschwinden, andere werden erfunden. Das bisher vorherrschende Bild einer Ausbildung – das einmalige Abfüllen mit Wissen – tritt immer weiter in den Hintergrund, während das Lernen als nicht endender Prozess immer mehr ins Zentrum rückt. Die Schule für Kunst und Design (F+F) in Zürich startete unter dem Projekttitel «Weisse Wüste» einen zweiwöchigen Versuchsballon mit 100 beteiligten Studierende, um über zukünftige Schulmodelle nachzudenken. «Es ist in der Verantwortung der Schule, ihre Studentinnen mit einem Kompass auszurüsten, der sie bestmöglich auf die Zukunft vorbereitet», schreibt die Schule in einer Mitteilung. Ohne das klassische Klassenzimmer sei das «Konstrukt Schule» durchlässiger, neue Formen von Unterricht können optimal erprobt werden. Die Studierenden regieren mit künstlerischen Positionen auf tägliche Videoinputs. Die Produkte schicken sie in die Sperrzone – die aktuell geschlossene Schule. Dort entsteht ein Mahnmal der Krise, «der bei Wiedereröffnung der Schule zur begeh- und entdeckbaren Manifestation des Projekts wird.»

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