Der Platz, der das Herz des Campus der Hochschule für Gestaltung und Kunst auf dem Dreispitz in Basel markiert, wird die Schule mit ihren Nachbarn verbinden. (Fotos: Valentin Jeck)

Koloss und Quartier (2/2)

Neue Adressen für Design und Kunst: Das Toni-Areal in Zürich holt die Stadt ins Haus, der Campus Dreispitz in Basel liegt verteilt um einen Platz. Wie sich die räumliche Neuorgansation auf die Organisation der Disziplinen auswirkt.

Neue Adressen für Design und Kunst: Das Toni-Areal in Zürich holt die Stadt ins Haus, der Campus Dreispitz in Basel liegt verteilt um einen Platz. Beobachtungen und Hintergründe.Nicht jede Direktorin, nicht jeder Rektor einer Kunst- und Designhochschule bekommt ein solches Geschenk und damit die Möglichkeit, die Disziplinen unter einem Dach zu vereinen, Strahlkraft zu entwickeln, eine Adresse zu werden. In Basel und Zürich ist das – mit einem Jahr Verzögerung – nun geschehen, Luzern wartet darauf. Geschenke kann man sich wünschen, damit rechnen lässt sich nicht. Bildung ist eine öffentliche Angelegenheit. Was dafür gebaut oder gemietet wird, was es kosten darf, darüber entscheidet der politische Träger der Schule, nicht die Hochschulleitung allein. Der Kanton Zürich trägt die Zürcher Fachhochschule, unter deren Dach die ZHdK wohnt. Für die Basler Hochschule für Gestaltung und Kunst sind die vier Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn zuständig. Sie führen seit 2004 gemeinsam die Fachhochschule Nordwestschweiz, zu der die HGK gehört.Privat dagegen sind die Vermieter und die Grundbesitzer, die mit den Trägern zusammen die Projekte entwickelt haben: Die Totalunternehmerin Allreal kaufte das Toni-Areal 2007 von der Zürcher Kantonalbank, trug das Baurisiko und kann nun den grössten Teil des Gebäudes für die nächsten zwanzig Jahre an die Bildungsdirektion vermieten – die ihrerseits 140 Millionen Franken für den Ausbau und rund 90 Millionen für Ausstattungen investierte. In Basel setzte die mächtige Christoph-Merian-Stiftung den Prozess in Gang. Sie besitzt das riesige Dreispitz-Areal, das seit Längerem zum Kreativquartier umgebaut wird. Von der Stiftung kaufte der Kanton Basel-Stadt das Zollfreilager, erwarb das Baurecht für das HGK-Areal, sprach den Baukredit von 121 Millionen Franken und vermietet nun die Gebäude an die HGK.Schulen s...
Koloss und Quartier (2/2)

Neue Adressen für Design und Kunst: Das Toni-Areal in Zürich holt die Stadt ins Haus, der Campus Dreispitz in Basel liegt verteilt um einen Platz. Wie sich die räumliche Neuorgansation auf die Organisation der Disziplinen auswirkt.

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?