Leuchtschrift des Circus Knie Fotos: Maurus Hofer

Knies Kostüme

Eine Ausstellung im Textilmuseum St.Gallen blickt fasziniert in die Zirkusmanege. Zwischen modischen Statements und Arbeitskleidung schlägt sie einen Bogen um hundert Jahre «Circus Knie».

Vor hundert Jahren erwarb die Artistenfamilie Knie ihr erstes Zirkuszelt, mit dem sie fortan die Schweiz bereiste. Diesem Jubiläum widmet nun das Textilmuseum St. Gallen die Ausstellung «Mode Circus Knie». Die beiden Kuratoren Martin Leuthold und Moritz Junge suchten textile Schätze im Archiv der Zirkusfamilie und bei privaten Sammlern. Restauriert und aufgearbeitet fanden rund neunzig Kostüme in die Ausstellung, wo sie noch bis Januar 2020 zu sehen sind.

Kostüm einer Artistin aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Vordergrund Detail eines Clown-Kostüms.

Mit dem Zirkus fühle er sich verbunden, sagt Marin Leuthold. Seine Freundschaft mit Clown Pic und dem 2016 verstorbenen Clown Dimitri öffneten ihm die Manege. Bei einem Museumsgespräch am 21. März 2019 erzählt der Textildesigner von dieser Begegnung. Die Mode im Zirkus bewegt sich zwischen Haute Couture und funktionaler Alltagskleidung: Da sind Federn, Pailletten und Perlen. Besonderes Renommee erlangten die Weissclown-Kostüme des kürzlich verstorbenen Gérard Vicaire. Und noch lässt Mary-José Knie die Kostüme in Paris fertigen, beispielsweise bei der Stickerei-Designerin Caroline Valentin.

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