Laufen arwa laden zur Akademie in die Empa.

Immer voran

Laufen und Arwa luden gestern ins NEST-Gebäude zur Akademie. Die Gäste erhielten Einblick in vielerlei: Von der Baukonjunktur zum Trend, von Kreislaufwirtschaft bis zur Armatur.

Laufen und Arwa luden gestern ins NEST-Gebäude zur Akademie. Die Gäste erhielten Einblick in vielerlei: Von der Baukonjunktur zum Trend, von Kreislaufwirtschaft bis zur Armatur. Nach einem Reigen von Referaten bot Reto Largo, Geschäftsführer des Forschungs- und Innovationsgebäude NEST zum Augenschein.

Reto Schmidt moderierte den Anlass und gab Einblick in das Verhältnis von Baukonjunktur und Badezimmer.
Nach einem stimmungsvollen Firmenvideo, das die Handarbeit der Keramikherstellung feierte, erläuterte Reto Schmidt, Leiter Verkauf und Marketing Laufen, was die Baukonjunktur mit dem Ausbaustandard im Badezimmer zu tun hat. Der wachsende Mietermarkt drückt auf den Ausbaustandard, zugleich eröffnen sich mit dem Megatrend alternde Gesellschaft neue Märkte im Pflegebereiche, aber auch in der Hotellerie. Trends würden im Übrigen nicht im Bad gemacht, sondern aus den Bereichen Mode, Möbel, Auto und Unterhaltungselektronik übernommen, so seine These. Deshalb arbeite er gerne mit Designerinnen und Designern zusammen, deren Arbeitsbereiche vielfältig sind.

Designer Peter Wirz und Stilexpertin Joan Ebeling im Gespräch.
Zum Beispiel mit Peter Wirz, der seit 1998 für die Firma tätig ist und am Beispiel des Beckens Moderna zeigte, was Evolution – der titelgebende Begriff der Veranstaltung – im Design bedeuten könne.
Im NEST aufgebaut: die Evolution des Waschbeckens Moderna.

Was ein Trend ist, erläuterten anschliessend Joan Billing und Samuel Eberli: ein gerichtetes Interesse, das sich ausdrückt – und zwar in allen Bereichen. Mit dem Begriff Slow Living, den sie als Ablösung von 'Wellness' postulierten, brachten sie vielfältige Beobachtungen und die Sehnsucht nach Verlangsamung, einen schonenderen Umgang mit Ressourcen und die Lust nach Grün auf den Punkt: ein Trend, an den wohl alle anschliessen können, die schon einmal in Brooklyn im veganen Restaurant, an der Möbelmesse Milano oder im Gartencenter nebenan zu tun hatten.

Felix Heisel erklärt die Kreislaufwirtschaft.
Einen weiteren Megatrend – Digitalisierung – behandelten Tima Kamberi und Marc Pancera von Itten Brechbühl mit einem Beitrag zu BIM. Und dem nächsten Referenten wollte man wünschen, dass sein Forschungsinteresse wirklich zum Megatrend würde: Felix Heisel berichtete über seine Erkenntnisse zur Kreislaufwirtschaft und wie sie die Bauwirtschaft verbessern könnte. Er basierte seine Ausführungen auf Zahlen, die immer wieder erschrecken, egal, welcher Studie sie entnommen werden. Unser Ressourcenverbraucht ist zu hoch, als dass er längerfristig gedeckt werden könnte. Hier kommt das Stichwort Urban Mining ins Spiel: denn das, was wir etwa an Kupfer schon verbraucht haben, ist mehr, als die Erdkruste noch bereithält. Heisel hatte den Vorteil, dass er am Anwendungsfall im NEST zeigen konnte, was er an Lösungen bereithält: im Hausteil Urban Mining & Recycling sind alle verbauten Materialien – mit Ausnahme der Küchengeräte und der Unterhaltungselektronik – reversibel, sortenrein und schadstofffrei rezyklierbar. Und der Augenschein zeigte: in der Wohnung, in der im Moment zwei Studentinnen der Empa wohnen, lebt es sich – ganz normal. 
Auch Saunen sind Test-Labore im NEST, erklärt Reto Largo.

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