Im Zeichen des Virus

Abgesagte Veranstaltungen, Plexiglas vor der Kasse, Masken auf der Strasse: Der Zürcher Fotograf Dan Cermak reflektiert mit seinen Beobachtungen das neue Normale.

Fotos: Dan Cermak
Die neue Normalität hat sich rasch eingenistet. Der Aufruf, sich physisch voneinander zu distanzieren, veränderte Anfang März nach wenigen Tagen das Strassenbild. Die improvisierten Lösungen fielen zuerst auf. Die gekleisterten ‹Abgesagt›-Hinweise auf Kulturplakaten schoben das Angekündigte vom Futur in den Konjunktiv zwei, in eine Fiktion, die nicht mehr eintreten sollte. Aufgehoben, nicht aufgeschoben: Die Plakate wurden zum Panoptikum dessen, was wir wohl auch so verpasst hätten. Nun aber fehlte uns die Möglichkeit, überhaupt etwas zu verpassen. Etwas länger dauerte es, bis die Plexiglasscheiben die Apothekerinnen und Angestellten schützten, die uns das Lebensnotwendige über die Theke schoben. Sie sind ein Zeichen des Abstands, ebenso wie die improvisierten Desinfektionsstände und die auf dem Boden markierten Zweimeterboxen, die uns seither vor dem Betreten des Supermarkts disziplinieren. Wie lange werden wir neben Papiertaschentüchern zerknüllte Plastikhandschuhe oder gebrauchte und acht...

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