Holz und Herkunft

Seit Januar 2012 muss für Rund- und Rohholz, Leimbauhölzer und Holzprodukte aus Massivholz nachgewiesen werden, aus welcher Holzart die Ware besteht und woher das Holz stammt. Eine vernünftige Sache?

Seit Anfang 
Jahr muss deklariert sein, woher 
das Holz stammt. Was bringt die Pflicht?Im Restaurant informiert die Speisekarte, woher das Fleisch stammt, das uns die Wirtin serviert. Solches Wissen hilft, eine Wahl zu treffen. Auch Holzhändler, Schreiner, Baumärkte müssen deklarieren, welches Holz sie verarbeiten und an die Kunden verkaufen. Ob Fleisch oder Holz: Das Konsumenteninformationsgesetz (KIG) schreibt seit 1990 vor, dass wesentliche Eigenschaften von Waren deklariert gehören. Was das bedeutet, wird in vielen Verordnungen festgehalten. Ob sie auch eingehalten werden, überwacht das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen. Seit Oktober 2010 ist die Verordnung für Holz in Kraft. Nach einer Übergangsfrist, die man der 
Wald- und Holzwirtschaft einräumte, gilt es nun ernst: Seit Januar 2012 muss für Rund- und Rohholz, Leimbauhölzer und Holzprodukte aus Massivholz nachgewiesen werden, aus welcher Holzart die Ware besteht und woher das Holz stammt. Was es taugt Eine vernünftige Sache? Ja, meint der Verband Waldwirtschaft, der Dachverband der Waldeigentümer. Sie profitieren davon, wenn die Herkunft des Holzes genannt wird: 84 Prozent des in der Schweiz verkauften Holzes stammen aus heimischen Wäldern. Mehr als die Hälfte dieser Wälder sind FSC- oder PEFC-zertifiziert, gelten somit als nachhaltig bewirtschaftet — Schweizer Holz hat kein Imageproblem. Un
nötiger bürokratischer Aufwand, reklamierte dagegen die verarbeitende Holzwirtschaft. Ruedi Lustenberger, CVP Nationalrat und Zentralpräsident des Schreinermeisterverbandes, zeigte in 
der nationalrätlichen Diskussion 2007 am Beispiel des Rednerpults auf, wie die Übung in administrative Belastung ausarte. Umweltverbände wie der WWF schliesslich relativieren die neue Deklarationspflicht: Ein erster Schritt hin zu einer griffigen Verordnung sei getan — nicht mehr und nicht weniger. «Spä...
Holz und Herkunft

Seit Januar 2012 muss für Rund- und Rohholz, Leimbauhölzer und Holzprodukte aus Massivholz nachgewiesen werden, aus welcher Holzart die Ware besteht und woher das Holz stammt. Eine vernünftige Sache?

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