Mit der «Helvetica» möchte Mondaine die berühmte Schweizer Typografie hinaus an die Arme Abertausender tragen. Fotos: ZvG

Helvetica als Uhr

Gestern hat Mondaine präsentiert, wie die Schrift «Helvetica» tickt. Sie will damit ihrer «Bahnhofsuhr» ein Brüderchen zur Seite stellen, das ebenso erfolgreich eine Schweizer Geschichte in die Welt hinaus an die Arme Abertausender tragen soll. Die Uhr spielt mit Zurückhaltung, aber das Design spielt gradaus: Das Zifferblatt als Gesicht der Uhr ist aus Ziffern und Buchstaben der «Helvetica», die nebst den Schriften «Syntax» und «Univers» seit 57 Jahren Typografie aus der Schweiz in die Welt hinaus trägt.

Gestern hat Mondaine präsentiert, wie die Schrift «Helvetica» tickt. Sie will damit ihrer «Bahnhofsuhr» ein Brüderchen zur Seite stellen, das ebenso erfolgreich eine Schweizer Geschichte in die Welt hinaus an die Arme Abertausender tragen soll. Die Uhr spielt mit Zurückhaltung: Das Gehäuse wird gefasst von der charakteristischen Ziffer «1» der Helvetica, nun in den Kreis gebogen. Das sieht erst der aufmerksame zweite Blick, der präzise dort schaut, wo das Armband am Uhrengehäuse montiert ist. Dank des Spiels kann sich die Uhrenträgerin nun als Kennerin aufführen. Aber das Design spielt auch gradaus: Das Zifferblatt als Gesicht der Uhr ist aus Ziffern und Buchstaben der «Helvetica», die nebst den Schriften «Syntax» und «Univers» seit 57 Jahren Typografie aus der Schweiz in die Welt hinaus trägt. Das Layout des Zifferblatts ist in der strengen Rastergrafik des «Schweizer Designs» gemacht, sogar das Fensterchen für die Datumsanzeige ist an der Mittelachse angeschlagen – eine technische Knacknuss, denn die standardisierten Uhrenwerke sind dafür nicht eingerichtet. Massgebend ist die Anforderung der Uhren-, ja der Entwicklung aller möglichen Konsumgüter: Formvollendete Form, technisch tadelloses Tick-Tack gehören zur Grundausrüstung; entscheidend ist die Inszenierung einer Geschichte. Und zwar am Warenkörper selber, aber auch in all den Medien, die ihn in die prall gefüllten Uhrengeschäfte begleiten werden. Mondaine vertraut darauf, das mit dem robusten Schweizer Standard «Helvetica» zu Wege zu bringen. Als Industrial Designer für die 15 Varianten der Buchstabenuhr von goldbeschichtet über hochglanz poliert bis brandschwarz war Martin Drechsel mit von der Partie. Auch Hochparterre ist beteiligt. Köbi Gantenbein hat die Historikerin Dorothe Zimmermann, den Musiker Florian Walser, den Soziologen Hans-Peter Meier, den Kurdirektor Hanspeter Danuser, den Ingenieur Thomas Gabathuler und die TV-Moderatorin Nina Brunner in Hochparterres Abteilung «Denkwerkstatt» eingeladen. Sie haben einen Nachmittag lang Ideen gedrechselt, aus denen Uhren werden könnten, die Schweizer Geschichten in die Welt hinaus tragen. Und sie haben schliesslich die «Helvetica» gefunden. Sie ist ab 295 Franken zu haben.

Kommentare

P. Tschudi 03.02.2015 15:36
eine tolle uhr! nur leider gibt es sie kaum irgendwo zu kaufen...
P. Tschudi 03.02.2015 15:37
eine tolle uhr! nur leider gibt es sie kaum irgendwo zu kaufen...
Patrik-Philipp Huber 03.05.2016 23:46
Die Mondaine Helvetica Uhren sind im Mondaine Fachhandel erhältlich. Siehe: https://www.mondaine.com/storelocator.html Das Modell können Sie auch online beziehen: https://www.uhren-shop.ch/de/mondaine-helvetica-40-no-1-regular-edelstahl-weiss
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Ich kann das Bild nicht lesen