Sieben der breitesten von über hundert Messingmatrizen der ‹Parnassia›. Fotos: Marion Nitsch

Hausschrift 
fürs Taminatal

‹Parnassia› heisst die seit Jahrzehnten erste, komplett neu geschaffene Bleischrift Europas. In einer Sammlung neuer Sagentexte samt Holzschnitten kommt sie in 16 Punkt zur Anwendung.

Als 90-Jähriger mailte Hans Eduard Meier (HEM) der Offizin Parnassia in Vättis, er verfolge ihren Weg und wolle ihnen eine Hausschrift zeichnen. Am Computer entwarf er eine der römischen Lapidarschrift verwandten Antiqua mit kleinen Serifen, schlank, fein, mit einem lebendigen und gut proportionierten Schriftbild, für Mengensatz ideal. Ober- und Unterlängen stehen zur Mittellänge im Verhältnis 1:2:1, Versalien und Ziffern nehmen nur gut zwei Drittel der Oberlänge ein. Charakteristisch sind die rechtwinkligen Abschlüsse bei schrägen Schenkeln, beispielsweise bei A, K, M, R oder Ausläufen des e, g oder S. Das g hat keinen kleinen Querbalken beim Abschluss, beim K und k berühren die Schenkel den Abstrich, den Stamm, nicht. Eine Schrift mit kleinen, aber unübersehbaren Eigenwilligkeiten. Stephan Burkhardt und Hans-Ulrich Frey der Offizin Parnassia wollten diese digitale Schrift aber in analogem Blei haben und gravierten dafür über hundert Matrizen für den Monotype-Satz selbst. So kam die Offizin i...
Hausschrift 
fürs Taminatal

‹Parnassia› heisst die seit Jahrzehnten erste, komplett neu geschaffene Bleischrift Europas. In einer Sammlung neuer Sagentexte samt Holzschnitten kommt sie in 16 Punkt zur Anwendung.

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