Mit einer Performance trat das junge Zürcher Label Casella Meyer im Rahmen des Jubiläumsevents auf.

Handwerk vor Trends

Die Mode Suisse eröffnete ihre Jubiläumsedition mit einer Sprayer-Performance des Labels Casella Meyer. Ein gelungener Auftakt.

Regungslos stand das kahlrasierte Model Noé Ramos in der Industriehalle D in Zürich-Altstetten, während Rico Zeindler, Co-Gründer des Kollektivs Casella Meyer, dessen weissen Mantel mit Farbe besprühte. In Violett, Schwarz, Pink und Orange entstanden eine Kette und ein Flammenmuster. Eine gelungene Eröffnung der Jubiläumsedition der Mode Suisse, die diesmal ausschliesslich mit Covid-Zertifikat zugänglich war.

Nach pandemiebedingt kleineren drei Ausgaben war an der 20. Edition der Mode Suisse einiges los. Alte Bekannte der Schweizer Modeszene waren zu sehen: Nina Yuun überzeugte mit Poetischem in Weiss, überzogen von feinen Schriftzügen sowie losen Fäden auf fliessenden Stoffen. Interessant war auch die Kollektion von Vnic Leonardo der F+F Modedesign Schule Zürich, mit wiederkehrendem Blockschriftzug «UNMENSCH» und ganz in Schwarz und Weiss gehalten. Die HEAD Genève trumpfte mit der handwerklich ausgereiften Kollektion von Céline Schmid, die sich aufs Weben fokussierte und aus Stoffbändern aussergewöhnliche Teile kreierte. Eine Richtung war allerdings nicht zu erkennen, als ob die Pandemie den Modetrends ein Fragezeichen aufgesetzt hätte.

Eine lebhafte und positive Kollaboration der Illustratorin Ginny Litscher und Mourijan, der zusammen mit Vanto auch Hemden und Accessoires für die Bartenders von Grand Marnier an der Mode Suisse kreiert hat.

Nina Yuun und Leonie Risch eröffneten das Line-up der diesjährigen Mode Suisse Show.

Passend zur Bademode von Volans wurde gleichzeitig die Sonnenbrillenkollektion von SOL SOL ITO vorgeführt, an der Tamy Glauser mitgewirkt hatte.

Auffallend waren die vielen Kollaborationen auf dem Laufsteg: Jacqueline Loekito tat sich mit dem Künstler Tobias Gutmann zusammen, Mourjjan mit der Illustratorin Ginny LitscherVolans mit der Sonnenbrillenmarke Sol Sol Ito und Nina Yuun präsentierte nebst ihrer Kleiderkollektion auch limitierte Handtaschen von Leonie Risch, die am 1. September zusammen mit ihrem Onkel Dominik Risch – beide der traditionsreichen Schuhmacher- und Lederwarenfamilie Risch abstammend – einen Pop-up Store in Bern eröffnet.

Präsidentin der Swiss Diversity Awards und Modell Tamy Glauser hat an den Brillen von Sol Sol Ito mitgewirkt, beim Design, als Creative Director der Kampagne sowie als Model. «Ich finde es supercool, einmal auf der anderen Seite zu stehen – nicht als Model, sondern als Co-Designerin. Sprich meine Kreationen auf dem Laufsteg zu sehen statt mich selber», verrät sie über die Kooperation, und weiter: «Gerne würde ich weiterhin in diese Richtung gehen, ich kann mir vieles vorstellen, das ich designen würde. Das war erst der Anfang.»

 

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