Messe in Köln: zwölf Möbelhersteller aus fünf Ländern unter dem Schweizerkreuz.

Gut gemeint

Der Bund holt Sessel aus Südafrika und Sofas aus Serbien 
an die Möbelmesse in Köln. Solche Entwicklungshilfe 
fördert die Wirtschaft. Doch es fehlt an Designkompetenz.

Der Bund holt Sessel aus Südafrika und Sofas aus Serbien 
an die Möbelmesse in Köln. Solche Entwicklungshilfe 
fördert die Wirtschaft. Doch es fehlt an Designkompetenz.Die Hierarchie der Hallen an der Möbelmesse Köln ist streng. Das erleichtert die Orientierung, interessiert man sich für bekannte Marken und gute Gestaltung. Doch manchmal lohnt ein Schritt in unbekannte Welten. Etwa in die Halle 3 mit dem pompösen Titel ‹Global Lifestyles›. Dort zeigt die Messe Möbel «aus dem (überwiegend ost-)europäischen und asiatischen Wirtschaftsraum als Einstiegssegment für den zentraleuropäischen Markt». Die Halle 3.1 liegt zwar im Blickwinkel der internationalen Presse. Doch der Schritt in den Gemischtwarenladen tut nur, wer eine Überraschung erhofft.‹Switzerland Global Enterprise› steht in roter Schrift auf der weissen Wand eines grossen Gemeinschaftsstands. Die Möbel stammen aus Mazedonien, Serbien, der Ukraine, Vietnam und Südafrika. Es sind Polstermöbel, Holzmöbel, Kindermöbel. Sie sind massiv, üppig gepolstert, farbenfroh. Präsentiert werden Kollektionen, wie sie auch hierzulande in mittelständischen Möbelhäusern zu finden sind. Solide gefertigt sind sie, mit mehr oder weniger Ambition auf gestalterische Lorbeeren. Zu sehen ist guter Durchschnitt, nichts Neues, wenig Exotisches – mit Ausnahme der massiven Tische und Stühle aus Südafrika, die kaum in ein europäisches Esszimmer passen dürften. Auf den ersten Blick sieht man den Möbeln ihre Herkunft nicht an. Erstaunlich ist eher ihr Zusammentreffen auf den knappen 250 Quadratmetern, wo sie sich in die Quere kommen. Was haben sie mit der Schweiz zu tun?Hanspeter ‹James› Kälin gibt Auskunft. Kälin ist Architekt in Einsiedeln. Aber deswegen steht er nicht da. Er tritt in offizieller Mission als einer von fünf Möbelexperten auf, die für Switzerland Global Enterprise, kurz S-GE, arbeiten. Besser b...
Gut gemeint

Der Bund holt Sessel aus Südafrika und Sofas aus Serbien 
an die Möbelmesse in Köln. Solche Entwicklungshilfe 
fördert die Wirtschaft. Doch es fehlt an Designkompetenz.

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