Grün & gut? Nachhaltigkeit ist in aller Munde und verkommt zur Worthülse.

Grün & gut

Ein bisschen «Bio» hier, ein wenig «Grün» dort. Nachhaltigkeit ist in aller Munde und verkommt zur Worthülse. Gleichzeitig steigt die Dringlichkeit, die Nachfrage, aber auch die Möglichkeiten nachhaltig zu produzieren und zu konsumieren – drei Positionen.

Ein bisschen «Bio» hier, ein wenig «Grün» dort. Nachhaltigkeit ist in aller Munde und verkommt zur Worthülse, die wir oftmals nicht mehr bewusst wahrnehmen. Gleichzeitig steigt die Dringlichkeit, die Nachfrage, aber auch die Möglichkeiten nachhaltig zu produzieren und zu konsumieren. Doch wer kann es sich leisten? Heisst nachhaltige Produktion auch immer lokale Produktion? Und wer ist in der Pflicht? Anlässlich des Design Day in Basel diskutierten drei Redner das Thema aus der produzierenden wie der konsumierenden Perspektive: Produktgestalter Yves Raschle, Ökonom Nick Beglinger und Trendforscherin Monika Kritzmöller, eingeladen von Design Preis Schweiz.Yves Raschle hat vor zehn Jahren gemeinsam mit Tom Wüthrich die Firma «InchFurniture» gegründet. Kann man – nicht als Ökoaktivist, sondern als Designer oder Produzent – auf die Abholzung der Regenwälder reagieren? «Nachhaltig produzieren ist unmöglich – für echte Nachhaltigkeit müssten wir ganz auf neue Produkte verzichten und uns auf den Boden setzen», sagt er. Mit ihrer Möbelkollektion verfolgen sie aber dennoch ein Konzept, das auf glaubwürdige Weise eine Alternative zu der üblichen globalisierten Produktion aufzeigt. Die aus nachhaltig bewirtschaftetem Teakholz gefertigten Möbel entstehen an einer Holzfachschule in Indonesien, mit der «InchFurniture» seit 2004 kontinuierlich kooperiert. Bei ihren Entwürfen stehen nicht nur funktionale und formalen Aspekte im Mittelpunkt, vielmehr gehören auch die sozialen und ökologischen Umstände der Herstellung zu den wesentlichen Merkmalen der Produkte.  Wichtiges Detail: Zwischen den beiden Parteien fliesst nicht nur Geld, sondern auch Wissen – die Inch-Gründer beraten die Fachschule und bieten in Indonesien regelmässig Workshops und Seminare an. Aus dem indonesischen Regenwald zurück in die Schweiz. Hierzulande verbrauchen wir vier Mal mehr Natur, al...
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Ein bisschen «Bio» hier, ein wenig «Grün» dort. Nachhaltigkeit ist in aller Munde und verkommt zur Worthülse. Gleichzeitig steigt die Dringlichkeit, die Nachfrage, aber auch die Möglichkeiten nachhaltig zu produzieren und zu konsumieren – drei Positionen.

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