Von Trends im Industrie- und Grafikdesign zur Innenarchitektur: «GRID» vorher und nachher.

Grid krebst zurück

Vor etwas über einem Jahr lancierte der Münchner Architekturfachverlag Detail die neue Zeitschrift für Gestaltung «GRID». Nun ist das Magazin nur noch halb so dick und widmet sich dem Thema Innenarchitektur. Ein Kommentar.

Vor etwas über einem Jahr lancierte der Münchner Architekturfachverlag Detail die neue Zeitschrift für Gestaltung «GRID». Sechsmal im Jahr sollte das Magazin über weltweit aktuelle Trends im Industrie- und Grafikdesign berichten. Es erschien zweisprachig deutsch und englisch und adressierte sich an international orientierte Gestalter, aber auch an Entscheider in der Industrie. Erdacht worden war die neue Zeitschrift, weil der Birkhäuser Verlag by Actar 2012 mit Ächzen unterging und damit die Designzeitschrift Form. Diese rappelte sich zwar unter ihrem neuen Besitzer Peter Wesner wieder auf, aber die Macher um Gerrit Terstige waren nicht mehr dabei – bei «GRID» fungierte dieser bis vor Kurzem ebenfalls als Chefredakteur.Zwölf Monate später ist das Magazin nur noch halb so dick, die leitende Redakteurin heisst jetzt Sabine Drey und die Zeitschrift widmet sich neu dem Thema Innenarchitektur. Dieser Entscheid habe viele Gründe, schreibt Drey im Editorial der ersten Nummer. «Schliesslich halten wir uns einen Grossteil unserer Zeit in Räumen auf, sie sprechen all unsere Sinne an und haben einen starken Einfluss auf unser Wohlbefinden.» Ob dieser Neupositionierung nun inhaltliche oder finanzielle Überlegungen zu Grunde liegen: Wir bedauern sie. Sehr sogar. Hinzu kommt, dass die neuen Inhalte dem Layout des Bureaus Mario Lombardo nicht mehr gerecht werden. Dessen prägnante Gestaltung passte zu bildstarken Artikeln wie etwa dem über die mysteriöse Londoner Brandingagentur Miss Kō oder dem Portrait der Grafikerin Jessica Walsh, die Geschäftspartnerin von Stefan Sagmeister. Die durchschnittlichen Innenarchitekturbilder und Produktestrecken mit Duschkabinen und Armaturen wirken nun verloren und umso gewöhnlicher – der Kontrast zum dominanten Layout ist zu stark. «Embrace Chance!» hiess es auf «GRIDs» allererstem Cover. Schade, hat das nicht hingehauen....
Grid krebst zurück

Vor etwas über einem Jahr lancierte der Münchner Architekturfachverlag Detail die neue Zeitschrift für Gestaltung «GRID». Nun ist das Magazin nur noch halb so dick und widmet sich dem Thema Innenarchitektur. Ein Kommentar.

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