Das Spiegel- und Spielobjekt von Mina Monsef, Luiz Schuhmacher und Annina Stucki zeigt, dass Forschung Perspektivenwechsel voraussetzt Fotos: zVg

Forschung sichtbar machen

Wie verleiht man «Forschung» eine denkwürdige Form? Was drückt man einer Wissenschafterin in die Hand, will man sie für den Schweizerischen Nationalfonds begeistern? Ein Kommentar.

Was drückt man einer Wissenschafterin in die Hand, will man sie für den Schweizerischen Nationalfonds begeistern? Wie verleiht man «Forschung» eine denkwürdige Form? Und wie setzt man die Form im 3D-Drucker um, damit zwei- bis dreihundert Andenken produziert werden können? In Objekten, die rund um den Globus verteilt werden sollen? Auf solche Fragen suchten rund sechzig Designstudierende der ZHdK Antworten. Im Auftrag des Nationalfonds gestalteten sie eine Reihe von Give-Aways. Und sie fanden eine Reihe von  Metaphern, die sie als Ausgangspunkt für ihre Formfindung nahmen. Sie reichen von Manschettenknöpfen, die die vier Förderbereiche symbolisieren, über Saatgut, weil Grundlagenforschung ein zu hegendes Pflänzchen ist, bis hin zum Honigtopf, als der der Fonds auch betrachtet wird. Auf die Grundlagenforschung zielt das Spiegel- und Spielobjekt von Mina Monsef, Luiz Schuhmacher und Annina Stucki. Es zeigt, dass Forschung Perspektivenwechsel voraussetzt. Das Gute daran: Die Andenken werben nicht nur für den Nationalfonds. Sondern auch für den Förderbereich Design, der seine Position noch erkämpfen muss.Forschung braucht Förderung. Auch die praxisorientierte Forschung kann sich nicht allein aus dem Ertrag finanzieren, die eine spätere Anwendung möglicherweise bringt. Hinter dem Projekt, das den Studierenden aller Jahrgänge 3D-Druckverfahren nahebringen wollte, steckt eine wichtige Mission: die Schweizer Designforschung muss sich unter den etablierten Förderbereichen ihren Platz sichern. Indem gezeigt wird, was Design leistet - als Disziplin, als Methodologie, als Forschungsbereich.Auf Bundesebene stehen Fördergelder für praxisorientierte Forschung zur Verfügung, mit denen prinzipiell auch Vorhaben aus dem Bereich Design unterstützt werden können. Die Gelder werden - neben der Kommission für Technologie und Innovation KTI - vom  Nationalfonds  verwalt...
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Wie verleiht man «Forschung» eine denkwürdige Form? Was drückt man einer Wissenschafterin in die Hand, will man sie für den Schweizerischen Nationalfonds begeistern? Ein Kommentar.

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