Die Installation der Hochschule Luzern verdeutlicht, dass sich die alten japanische Katagami-Druckschablonen als Vorlagen für den Lasercut eignen.

Faszinierend fremd

Das Textilmuseum St. Gallen zeigt mit der Ausstellung «Kirschblüte & Edelweiss» Exotisches aus China, Japan und der Schweiz. Eine Installation verdeutlicht, dass sich die alten japanische Druckschablonen für den Lasercut eignen.

Als Japan 1873 erstmals an einer Weltausstellung teilnimmt, kommt es in der Folge davon in Europa zu einem veritablen Asienboom. Asiatische Stoffe, Druckgrafiken und Porzellan finden Eingang in die gehobene Wohnkultur, die Kleidung und in die Ateliers europäischer Künstler.Auch die Schweizer Textilfirmen legen Sammlungen mit asiatischen Textilien als Vorlagen an, und die üppigen Handstickereien und aufwendigen Gewebe aus Japan und China inspirieren die Schweizer Textildesigner zu neuen Entwürfen. Die Ausstellung «Kirschblüte & Edelweiss» im Textilmuseum St. Gallen zeigt sowohl diese historische Sammlung asiatischer Stoffe, als auch die offensichtlichen Einflüsse auf das Schweizer Textilschaffen und verfolgt diese bis heute.Hinterfragt werden unter anderem die gängigen Klischees, denen nicht nur die Schweizer, sondern auch die Japaner anhängen. Deren Schweiz-Bild findet nach wie vor ihren Ausdruck in den Japankollektionen der Schweizer Textilproduzenten, die zum Abschluss der Ausstellung aktuellen asiatischen Modetrends gegenübergestellt werden. Besonders deutlich wird der heutige Kulturmix auf den Strassen von Tokios, wo im sogenannten Harajuku Style Muster und Kleiderstile aller Länder und Zeiten quer gemixt werden: traditioneller Kimono mit Adidas-Handtasche und Hawaiiblumen-Print mit Schottenkaro. Das Textilmuseum verfügt über die grösste Sammlung japanischer Katagami-Druckschablonen in der Schweiz, ein Teil davon wird in der Ausstellung gezeigt. Ein Höhepunkt ist die Rauminstallation der Abteilung Technik & Architektur der Hochschule Luzern in der Museums-Lounge, mit der die feinen Katagami-Muster in einen grösseren Massstab und in neue Materialien übertragen werden und verdeutlicht, dass sich die alten japanische Druckschablonen als Vorlagen für den Lasercut eignen. An der Hochschule Luzern setzt man sich seit längerem damit auseinander, welchen Stellenwe...
Faszinierend fremd

Das Textilmuseum St. Gallen zeigt mit der Ausstellung «Kirschblüte & Edelweiss» Exotisches aus China, Japan und der Schweiz. Eine Installation verdeutlicht, dass sich die alten japanische Druckschablonen für den Lasercut eignen.

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