Failure Is Not an Option?: Die Swiss Design Awards online.

Failure Is Not an Option

Um Netzwerk und persönlichen Austausch der abgesagten «Swiss Design Awards»-Ausstellung zu kompensieren, lanciert das BAK die Plattform «Failure Is Not an Option?».

Wie jedes Jahr starteten die Schweizer Designpreise mit einer dreitägigen ersten Juryrunde. Aus über 200 Eingaben wählte die eidgenössische Designkommission 37 Dossiers für die zweite Runde in Basel Anfang Juli. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Ausstellung und Jury mussten abgesagt werden. So entschied die Kommision, allen Finalistinnen und Finalisten je 10'000.- Franken zuzusprechen. Zudem tätigt das Bundesamt für Kultur dieses Jahr für mehr als CHF 100'000 Designankäufe – Geld, das ebenfalls in die Schweizer Designszene einfliesst.
 
Um den Diskurs und die Vernetzung trotz abgesagter Ausstellung aufrecht zu halten, lanciert das BAK nun die Plattform Failure Is Not an Option? Es ist eine Momentaufnahme, dokumentiert persönliche Erfahrungen und Meinungen von Designschaffenden, Studierenden, Professorinnen und auch Mitgliedern der eidgenössischen Designkommission. Finalistinnen und Finalisten geben in thematische geordneten Chatrooms Einblick in ihre Arbeit. 

So erfahren wir von den Modedesignerinnen Ida Gut und Lela Scherrer, wie eine Karriere in dieser komplexen Branche gelingt und welche Faktoren es in der Produktion zu bedenken gilt. Peter Zumthor, Kueng Caputo, Jay Osgerby oder Cornel Windlin berichten von Fails im Designprozess. Vera Sacchetti hat mit Aric Chen einen Blick in die Zukunft von Shanghai geworfen. Sie diskutiert mit Matylda Krzykowski über obsolete Designkategorien und mit Catherine Ince über den Wandel der Designvermittlung. Corin Gisel und Ann Kern erörtern, wie sich die Pandemie auf ihre Arbeitsabläufe auswirkt, welche Rolle die sozialen Medien spielen, um dann Fragen der Repräsentation in Kulturinstitutionen aufzuwerfen. Und ein Roundtable mit den beiden Präsidenten der Kunst- und Designkommission, Raffael Dörig und Jörg Boner, und Regine Helbling von Suisseculture Sociale schliesst den Reigen.

Ein digitaler Besuch lohnt sich: «Wir haben in diesem Jahr wohl mehr über den aktuellen Zustand der Designszene erfahren haben, als in jedem anderen Jahr zuvor», resümiert Leiterin Anna Niederhäuser. 

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