Foto: Figur im Raum, Mike Niederberger, Fotografie HF, 2020

F+F feiert den Fünfzigsten

Radikale Forderungen, Proteste und ein nationaler Kunstskandal – wild waren die Anfänge der F+F. Nun zelebriert die Schule ihr 50-jähriges Bestehen.

Die F+F Schule für Kunst und Design ist zu Gast in der Kunsthalle Zürich: 18 Diplomandinnen und Diplomanden der Studiengänge Film, Fotografie, Kunst, Modedesign und Visuelle Gestaltung stellen ihre Arbeiten aus. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen zeigen die Studierenden eine grosse Bandbreite an Formaten, etwa interaktive Spiele, Skulpturen, Apps oder eine Ausstellung in der Ausstellung. Das Publikum, so die Pressemeldung, erlebe eine Reise durch einen facettenreichen Kosmos, in dem Erinnerungen an die Vergangenheit, Reflexionen über die Gegenwart und Zukunftsvisionen aufeinandertreffen. In diesem Sinn begeht auch die Schule ihr Jubiläum: Ein Online-Archiv in laufender Erweiterung blickt zurück, in Planung sind ein F+F Festival im Migros Museum für Gegenwart und ein grosses Jubiläumsfest im September.

Die F+F entstand 1971 aus der Abspaltung der Kunstklasse Form und Farbe der damaligen Kunstgewerbeschule Zürich – zu unkonventionell und kompromisslos waren ihre Ideen. Gegründet wurde sie von Künstlern, Gestalterinnen und Vermittlern wie Doris Stauffer, Serge Stauffer, Bendicht Fivian, Peter Gygax, Peter Jenny und Hansjörg Mattmüller.

Wer den Geist der ältesten unabhängigen Kunst- und Gestaltungsschule der Schweiz spüren will, checkt im Juli im Grand Hotel F+F ein. Das Jubiläums-Sommeratelier verspricht ein All–Inclusive–Programm mit Überraschungen und temporärem Restaurant. Voraussetzungen sind Neugierde, eine Frage an die Kunst oder ein unfertiges Gestaltungsprojekt, das aus der Schublade will. Statt in die Malediven abtauchen in ein Durcheinander aus Werkstätten, Ateliers und Diskussionen, filmen, malen und gestalten – klimafreundlich, versteht sich.

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