Claudio Gallasch und Stefan Staub, Airtrader.

Eine Überlebensweste für Extremskifahrer

Die Weste sorgt für Auftrieb in der Lawine und versorgt die Verschütteten mit Atemluft. Dafür erhielten Claudio Gallasch und Stefan Staub den Swiss Design Association Bachelor Award.

Die Weste für Extremskifahrer sorgt nicht nur für Auftrieb in der Lawine, sondern versorgt die Verschütteten auch mit der nötigen Atemluft. Damit soll die Weste die Überlebenschance wesentlich erhöhen. Überzeugt hat das Projekt die Jury der Swiss Design Association gleich mehrfach. Die beiden Designer entwickelten ihr Konzept nahe an einer konkreten Problemstellung, die jüngst von einer Studie des Schweizerischen Lawinenfoschungsinstitut erhrätet wurde. Claudio Gallasch und Stefan Staub fanden dafür die richtigen Partner, stellten die richtigen Fragen und überprüften ihre Antworten mit denjenigen, die es wissen müssen: den Extremskifahrern. Das Modell von hoher Überzeugunskraft beweist, wie weit die beiden in der Bachelorarbeit gekommen sind, mit dem sie ihr Studium an der HGK Basel am Institut Industrial Design nun abschliessen: Es ist marktnah gedacht und wurde auch technisch weit vorangetrieben, bis hin zu einer Patentanmeldung. Der logische nächste Schritt ist die Suche nach einem Produzenten. Hinzu kommt ein schlanker, präzise auf die Zielgruppe abgestimmter Vorschlag für die Formgebung. Das alles zeugt von einer grossen Projekttiefe und der Reife der beiden Designer.

Fünf weitere Projekte wurden nominiert:

– Jonathan Chan will uns mit seinem Sourdough Kit 5 dazu bringen, im Haushalt selber Dinge herzustellen. Zum Beispiel Sauerteigbrot. Die überaus sorgfältige Formgebung und die clevere Konezption des fünfteiligen Sets überzeugte die Jury.

– Jeremias Perren und Benjamin Sugaya entwickelten mit Ambio ein bestehends Atemschutzgerät für Feuerwehrleute von Draeger weiter. Sie optimieren die Komponenten, ordnen sie ergonomisch an und verbessern so die Bewegungsfreiheit der Retter.

– Mit Mantis, einem dreirädrigen elektrounterstützten Fahrrad untersuchen Yves Aeschbacher und Fabian Kessler neue Formen der Mobilität.

– Julian Nydegger und David Reichlin verwenden in ihrem Projekt Pial Dira Zeugleder als Arbeits- und Sitzfläche für einen privaten Arbeitsplatz.

– Und schliesslich untersuchte Felicia Deflorin die Produktsprache der Skimanufaktur Zai und leitete davon einen urban wirkenden Rucksack ab.

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