Damit ein Bürostuhl die ergonomischen Vorgaben erfüllt, muss die Sitzfläche unabhängig von der Rückenlehne verstellbar sein. Fotos: Désirée Good

Ein Stuhl zum Schaffen

Knapp fünf Millionen Franken hat Stoll Giroflex in seinen jüngsten Bürostuhl «Giroflex 656» gesteckt. Entworfen hat ihn das Designpaar Carmen Greutmann-Bolzern und Urs Greutmann aus Zürich. Warum sind diese Möbel nie fertig erfunden?

Bürostühle sind Sitzmaschinen. Sie sind drehbar, laufen auf Rollen und sind mindestens in der Höhe, viele auch in der Sitzneigung verstellbar. Denn wer acht und mehr Stunden pro Arbeitstag auf einem schlecht eingestellten Stuhl verbringt, gefährdet seine Gesundheit. Vom Billigstuhl mit Kunstledersitzen für knapp 100 Franken bis zum luxuriösen Chefsessel, der zwanzig Mal mehr kostet — kaum ein Sitzmöbel ist so von ergonomischen Anforderungen bestimmt wie ein Bürostuhl. Setzen wir uns hin, muss der Sitz federn, damit keine Schläge die Wirbelsäule schädigen. Der Stuhl muss stand- und kippsicher sein und deshalb auf fünf Rollen stehen. Wenn wir aufstehen, darf er nicht zu weit nach hinten rollen, damit wir uns nicht ins Leere setzen. Sitzfläche und Rückenlehne sollen gepolstert sein — nicht zu weich und nicht zu hart. Diese Vorgaben haben sich durchgesetzt. Entsprechend aufwendig ist die Entwicklung solcher Stühle, die immerhin bis zu fünfzehn Jahre in Gebrauch sein sollen.Was darf es Kosten?K...
Ein Stuhl zum Schaffen

Knapp fünf Millionen Franken hat Stoll Giroflex in seinen jüngsten Bürostuhl «Giroflex 656» gesteckt. Entworfen hat ihn das Designpaar Carmen Greutmann-Bolzern und Urs Greutmann aus Zürich. Warum sind diese Möbel nie fertig erfunden?

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